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Energieerzeugung: Große Stromanbieter verlieren an Boden
Energieerzeugung: Große Stromanbieter verlieren an Boden31.08.2011, 20:50 Uhr
Vor dem Atomausstieg galten die vier großen Energiekonzerne als unangefochtene Spitzenreiter bei der Energieerzeugung in Deutschland. Nun rutschen sie erstmals auf unter 50 Prozent, wie eine Statistik für das Jahr 2011 prognostiziert.Anteil der großen Stromanbieter sinkt seit JahrenWie die Zeitung Die Welt unter Berufung auf den RWE-Marktexperten Schiffer schreibt, wird im Jahr 2011 der Anteil der großen Stromanbieter E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall erstmals weniger als 50 Prozent (gemessen an der Kraftwerkskapazität) betragen. Im Jahr 2006 betrug der Anteil der vier Energiekonzerne noch 65 Prozent und fiel bis Ende 2010 auf 54 Prozent ab. Bei einer gesamten Stromerzeugung von 166,5 Gigawatt (inklusive Ökostrom) betrug der Anteil der vier großen Konzerne 89,6 Gigawatt.
Abschaltung der Atomkraftwerke beschleunigt Rückgang
Laut dem RWE-Experten Schiffer gibt es mehrere Gründe für das Abrutschen der großen Stromanbieter bei der Energieerzeugung. Alleine 8,4 Gigawatt seien durch die Abschaltung von acht Atomkraftwerken dauerhaft aus dem Spiel genommen worden. Diese Strommenge entfiel zu 100 Prozent auf die großen Stromanbieter. Gleichzeitig wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien durch andere Betreiber stark an. Allerdings ist der Trend nicht nur bei der Kraftwerkskapazität rückläufig, sondern auch bei der tatsächlich produzierten Menge. Hier halten die großen Stromanbieter trotz der Rückgänge noch einen deutlich größeren Marktanteil, so die Statistik.
