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Stromanbieter E.ON angeblich an Beteiligung in Portugal interessiert
Stromanbieter E.ON angeblich an Beteiligung in Portugal interessiert02.09.2011, 14:49 Uhr
Der portugiesische Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hat erklärt, dass der deutsche Energiekonzern E.ON an einem Einstieg beim portugiesischen Versorger EDP interessiert sei. Dies wird von E.ON allerdings bislang nicht kommentiert.Stromanbieter äußert sich nichtCoelho äußerte am Rande eines Besuchs in Berlin gegenüber der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, dass der Chef von E.ON, Johannes Teyssen, ihm gegenüber das Interesse am portugiesischen Stromanbieter bekundet habe. Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtet, hat der deutsche Konzern diese Darstellung aber bisher nicht bestätigt. Ein Unternehmenssprecher lehnte jeglichen Kommentar ab, so Lusa weiter. Der portugiesische Energiekonzern EDP befindet sich zu 20,9 Prozent im Staatsbesitz und soll demnächst privatisiert werden. Neben dem angeblichen Interesse von E.ON kommen auch chinesische und brasilianische Unternehmen möglicherweise für einen Einstieg bei EDP in Frage.
Portugal möchte Stromanbieter verkaufen
Die Portugiesen beschäftigen etwa 12.000 Mitarbeiter und setzten letztes Jahr 14,17 Milliarden Euro um. Der Stromanbieter soll auch wegen der Bedingungen privatisiert werden, die von der EU für das Hilfspaket in Höhe von 78 Milliarden Euro als Gegenleistung verlangt werden. Demnach muss Portugal sein Staatsdefizit deutlich verringern. Mit dem Verkauf der Anteile an EDP und weiterer Unternehmen erhofft sich die portugiesische Regierung in den kommenden Jahren Einnahmen von rund fünf Milliarden Euro zusätzlich. E.ON hat hingegen erst vor wenigen Wochen einen umfassenden Konzernumbau beschlossen, der bis zu 11.000 Arbeitsplätze weltweit kosten soll. Für die Entlassungspläne wurde der deutsche Stromanbieter heftig von Politik und Gewerkschaften kritisiert.
