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Ökostrom: Bayern will Windkraftanlagen schneller genehmigen
Ökostrom: Bayern will Windkraftanlagen schneller genehmigen05.09.2011, 18:29 Uhr
Deutlich schneller als bisher will Bayern künftig die Genehmigungen für neue Windkraftanlagen im Freistaat erteilen. Außerdem sollen mehr Flächen zur Verfügung gestellt werden, die bislang für den Bau von Windrädern tabu waren.Mehr Flächen für Ökostrom aus WindenergieWie der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) am Wochenende mitteilte, hat die Staatsregierung in München die Absicht, die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen deutlich zu verkürzen. Beträgt die durchschnittliche Genehmigungsdauer derzeit noch rund zehn Monate, sollen neue Anträge künftig nach spätestens drei Monaten bearbeitet sein, so das Ziel von Söder. Außerdem will das Umweltministerium neue Standorte zur Verfügung stellen, die bislang von der Aufstellung von Windkraftanlagen ausgenommen waren. Hierfür soll bis November eine Positivliste erstellt werden, mit der insgesamt rund zwei Prozent der gesamten Fläche Bayerns als mögliche Flächen für Windparks und deren Ökostrom ausgewiesen werden.
Einfachere Genehmigungsverfahren sollen Ökostrom voranbringen
Binnen der nächsten zehn Jahre will Bayern den Plänen Söders zufolge den Ökostrom deutlich voranbringen. Vor allem die Windenergie soll ihren Anteil erhöhen. Rund zehn Prozent des gesamten Strombedarfs des Freistaats sollen bis 2021 aus Windkraftanlagen stammen, so der Umweltminister. Der Ausbau soll durch die Freigabe bisher gesperrter Flächen beschleunigt werden. Bislang galten rund 37 Prozent aller Flächen in Bayern als tabu für Windräder; in Zukunft soll diese Zahl auf maximal zehn Prozent reduziert werden. Die bisher benötigten Lärmgutachten sollen nur noch dann notwendig sein, wenn die Windkraftanlage dichter als 1000 Meter an Wohnhäusern errichtet wird. Auch der Natur- und Artenschutz soll zugunsten des Ökostroms auf ein vernünftiges Maß reduziert werden.
