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Bundesnetzagentur: Strompreise werden durch Kaltreserve nicht steigen

Bundesnetzagentur: Strompreise werden durch Kaltreserve nicht steigen06.09.2011, 18:48 Uhr

Die sogenannte Kaltreserve zur Stabilisierung der Stromversorgung bei Engpässen wird nach Ansicht der Bundesnetzagentur nicht zu höheren Strompreisen führen, sagt der Chef der Behörde, Matthias Kurth.Keine höheren Strompreise durch Kohlekraftwerk-Reserve
Bei einem Besuch des Großkraftwerks Mannheim äußerte sich BNA-Chef Kurth hinsichtlich der Spekulationen über höhere Strompreise für Endverbraucher, die durch die Bereitstellung einer Kaltreserve theoretisch entstehen könnten. Demnach hält die Bundesnetzagentur es nicht für wahrscheinlich, dass die Tarife aus diesem Grund steigen werden. Die Zusatzkosten hierfür würden „im Grundrauschen“ untergehen, sagte Kurth am Dienstag während seines Besuchs des Kohlekraftwerks, das zusammen mit anderen konventionellen Kraftwerken die Rolle der Kaltreserve übernehmen soll. Konkret bedeutet dies, dass im Falle von Engpässen bei der Stromversorgung die eigentlich abgeschalteten Kohlekraftwerke hochgefahren werden und die Lücken schließen sollen, die beispielsweise bei ungünstigen Wetterlagen bei den erneuerbaren Energien auftreten könnten.

Stromausfälle durch Atomausstieg unwahrscheinlich
Kurth sieht dabei Mannheim als den wichtigsten Standort zur Sicherung der süddeutschen Energieversorgung. Größere Stromausfälle als Folge des Atomausstiegs hält der Chef der Bundesnetzagentur inzwischen für höchst unwahrscheinlich. Vorwürfe von Umweltschützern, dass die Emissionen durch Steinkohle weiter steigen würden, wies er hingegen zurück. Die Grenzen hierfür würden sogar erheblich unterschritten, betonte Kurth. Die Bundesnetzagentur hatte über die Art der Kaltreserve zu entscheiden. Zunächst war eine solche Reserve durch ein Atomkraftwerk erwogen worden, was aber aus technischen und politischen Gründen im Sinne des Atomausstiegs nicht praktikabel erschien. Daher bevorzugten sowohl die Politiker als auch die Experten der Netzagentur die sogenannte konventionelle Kaltreserve in Form von Kohlekraftwerken.



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