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Strompreise: EEG-Umlage könnte erneut steigen

Strompreise: EEG-Umlage könnte erneut steigen08.09.2011, 16:41 Uhr

Erst im letzten Jahr hatten die meisten Stromanbieter ihre Tarife wegen der EEG-Umlage kräftig angehoben. Eigentlich hatten viele Fachleute erwartet, dass eine weitere Erhöhung dieses Jahr unnötig wäre, doch offenbar droht schon wieder die nächste Strompreiserhöhung.Diesmal könnte die EEG-Umlage um weitere zehn Prozent steigen
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt in ihrer Ausgabe vom Donnerstag, dass die Umlage für Ökostrom im kommenden Jahr erneut steigen könnte. Bislang hatte vor allem die Bundesregierung darauf gesetzt, dass auf eine weitere Preisrunde verzichtet werden könnte. Doch die Zahlen der vier Übertragungsnetzbetreiber sprechen eine deutliche Sprache. Wie die F.A.Z. zitiert, liege das Konto, auf dem die Ein- und Ausgänge nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) registriert werden, im August mit rund 453 Millionen Euro im Soll. Und das, obwohl erst vor Jahresfrist die EEG-Umlage um satte 70 Prozent angehoben worden war. Wie die Zeitung aus Quellen bei den Netzbetreibern erfahren haben will, solle die Umlage für Ökostrom diesmal eventuell um den „moderaten“ Betrag von etwa zehn Prozent ansteigen.

Stromanbieter müssen Umlage nicht auf Strompreise aufschlagen
Die EEG-Umlage beträgt im Moment 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Obwohl dazu kein zwingender Grund besteht, schlagen die meisten Stromanbieter die Umlage auf die Strompreise für Endkunden auf und geben Erhöhungen in der Regel direkt weiter. Diese Praxis sorgt immer wieder für Unmut, weil im Gegenzug die Preissenkungen an der Strombörse – wie im letzten Jahr – nicht an die Kunden weitergegeben werden. Daher kritisieren viele Experten, dass die Stromanbieter die Erhöhung der EEG-Umlage eigentlich selbst hätten abfedern können. Und tatsächlich: Trotz der vielen Versorger, die ihre Tarife unter Hinweis auf die EEG-Umlage erhöht haben, gab und gibt es nach wie vor zahlreiche Energieanbieter, die ihre Strompreise nicht erhöhen. Den Kunden ist daher ein sorgfältiger Strompreisvergleich zu empfehlen, um die Tarife ihrer Stromanbieter zu überprüfen. Keinesfalls sollte eine Strompreiserhöhung einfach hingenommen werden – nur so lässt sich der Wettbewerbsdruck auf die Versorger erhöhen, so die einhellige Meinung der deutschen Verbraucherschützer.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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