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Gasanbieter E.ON hofft weiter auf Einigung mit Gazprom
Gasanbieter E.ON hofft weiter auf Einigung mit Gazprom08.09.2011, 18:03 Uhr
Eine außergerichtliche Lösung ist für den Energieversorger E.ON Ruhrgas noch immer möglich. Die Verhandlungen mit dem russischen Lieferanten Gazprom sollen weitergehen.Gaspreise an den Spotmärkten rückläufigDer Streit zwischen Gazprom und dem Gasanbieter E.ON hat seine Wurzeln in den langfristigen Lieferverträgen für Erdgas. Diese sind an die Entwicklung des Ölpreises gekoppelt, weswegen die Preise für E.ON Ruhrgas im Einkauf entsprechend angestiegen sind. Da aber die Gaspreise an den Spotmärkten international eher rückläufig sind, kann der Gasanbieter das Gas nicht mehr gewinnbringend vermarkten. Um diese Situation zu ändern, möchte E.ON die Verträge neu ausrichten, wogegen Gazprom sich allerdings wehrt. Die Situation um das Erdgas ist neben anderen Effekten mit für die hohen Verluste von E.ON im zweiten Quartal verantwortlich.
Gasanbieter will außergerichtliche Einigung
Am Donnerstag erklärte der Vorstandsvorsitzende von E.ON Ruhrgas, Klaus Schäfer, dass eine Einigung mit Gazprom noch immer möglich sei. Der Gasanbieter strebe nach wie vor eine außergerichtliche Regelung an, auch wenn inzwischen ein Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet worden sei. Vorbild könne hierbei die Einigung zwischen dem italienischen Gasanbieter Edison und den Russen sein, die unter ähnlichen Vorzeichen stand. Die Tatsache, dass man dort schneller zu einer erfolgreichen Klärung der Lage gelangt ist, sei für E.ON nachvollziehbar, da der italienische Gasanbieter schon sehr viel länger in Verhandlungen mit Gazprom gestanden habe.
