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Stromimporte steigen durch Atomausstieg extrem an
Stromimporte steigen durch Atomausstieg extrem an12.09.2011, 13:39 Uhr
Durch die Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke in Deutschland sind die Stromimporte aus dem Ausland deutlich gestiegen. Hauptlieferanten sind vor allem Frankreich und Tschechien.Importierter Strom stammt hauptsächlich aus AKWDas Nachrichtenmagazin Focus berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die drastisch gestiegenen Stromimporte nach Deutschland, die nach den vorliegenden Daten ausgerechnet hauptsächlich aus Atomkraftwerken stammen sollen. Diese Daten wurden vom Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft erhoben und zeigen, dass im ersten Halbjahr 2011 alleine aus Frankreich rund 10,4 Milliarden Kilowattstunden Strom bezogen wurden. Dies entspricht einer Steigerung von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher stieg der Anteil der Importe aus Tschechien an. Hier betrug die Gesamtmenge im ersten Halbjahr 5,6 Milliarden kWh.
Siebenfache Strommenge aus Tschechien bezogen
Das ist zwar nur die Hälfte des Stroms, der aus Frankreich bezogen wurde, aber verglichen mit dem vergangenen Jahr beträgt der Anstieg der Stromimporte aus dem östlichen Nachbarland fast 700 Prozent. Die Tatsache, dass dieser Strom zum Großteil aus Atomkraftwerken stammt, scheint die Kritiker des Atomausstiegs zu bestätigen, die darin nur eine Verlagerung der Probleme sehen. Während in Deutschland die Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden, müssen die AKW im Ausland Überstunden einlegen, um den deutschen Strombedarf zu decken. Dies stimmt vor allem deswegen nachdenklich, weil gerade den tschechischen Atomkraftwerken ein niedrigerer Sicherheitsstandard im Vergleich zu deutschen Reaktoren nachgesagt wird.
