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Ostseepipeline: Erstes Erdgas in Deutschland angekommen
Ostseepipeline: Erstes Erdgas in Deutschland angekommen12.09.2011, 22:10 Uhr
Es ist zwar noch keine reguläre Gaslieferung, doch zum ersten Mal erreichte Gas aus Russland die deutsche Gegenstelle in Lubmin über die Ostseepipeline Nord Stream.Kontinuierliche Lieferung von Erdgas bald möglichEnde letzter Woche hatte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin in Portowaja bei Wyborg persönlich den Gashahn aufgedreht. Nach nunmehr vier Tagen hat das Gas die 1224 Kilometer lange Strecke nach Deutschland zurückgelegt. Dies teilte ein Sprecher von Nord-Stream in Berlin mit. Bis der erforderliche Leitungsdruck für eine beständige Gaslieferung erreicht sei, werde es voraussichtlich noch einen Monat dauern. Damit nimmt die Ostseepipeline in absehbarer Zeit ihren Regelbetrieb zur Lieferung von sibirischem Erdgas nach Deutschland auf. Schon bisher stammte ein erheblicher Teil der deutschen Gaslieferungen aus Russland, die jedoch zuvor immer über den Landweg transportiert wurden.
Ostseepipeline verbessert Versorgungssicherheit
Eine direkte Verbindung zwischen Deutschland und Russland unter der Umgehung von Polen und anderen Nachbarländern war bei diesen zwar umstritten, doch hinsichtlich der Versorgungssicherheit stellt die Pipeline einen großen Fortschritt dar. In den vergangenen Jahren war es zu Problemen mit der Gaslieferung gekommen, nachdem diverse Konflikte zwischen der Ukraine und Russland über die Gaspreise zu Liefersperren geführt hatten. Da die Ukraine diese ignorierte und dennoch Gas aus der Leitung entnahm, war die Versorgung von Westeuropa ebenfalls betroffen.
