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Atomausstieg: Stromanbieter exportieren mehr Strom als sie importieren
Atomausstieg: Stromanbieter exportieren mehr Strom als sie importieren20.09.2011, 17:17 Uhr
Obwohl die ältesten Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet wurden, exportierten die deutschen Stromanbieter im ersten Halbjahr mehr Strom ins Ausland als sie von dort importierten. Aber: Die Zahl der Importe ist deutlich gestiegen.Atomausstieg beeinflusst Exporte weniger stark als erwartetDurch den Atomausstieg befürchten viele Beobachter, dass Deutschland seinen Strombedarf künftig nicht mehr aus eigener Kraft decken kann. Zumindest nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden scheint dies aktuell noch kein Thema zu sein. Wie die Statistiker am Dienstag mitteilten, führten die deutschen Stromanbieter in der ersten Jahreshälfte 2011 insgesamt 27,9 Terawattstunden (TWh) Strom ins Ausland aus. Damit überstiegen die Exporte den Stromimport um ganze 17 Prozent. Allerdings stieg die Einfuhr an Energie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark an.
Noch wird mehr Strom ausgeführt als importiert
Um mehr als ein Viertel stiegen die Stromimporte verglichen mit dem ersten Halbjahr 2010, so das Statistische Bundesamt weiter. Demnach wurden in den ersten sechs Monaten 2011 rund 4,8 TWh mehr eingeführt als im Vorjahr, während der Stromexport um zwei Terawattstunden zurückging (minus sieben Prozent). Am meisten Strom importiert wurde aus Frankreich und Tschechien, während sich die größten Abnehmer für die deutschen Stromanbieter in Österreich und der Schweiz befinden. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Stromerzeugung auch nach dem Atomausstieg zunächst für große Exportmengen ausreicht, gleichzeitig aber die Differenz zwischen Stromimporten und -exporten deutlich geschrumpft ist.
