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Gorleben: Strahlung laut Ministerium nicht zu hoch26.09.2011, 19:03 Uhr
Im August waren erhöhte Strahlenwerte im Atommüll-Zwischenlager von Gorleben gemessen worden. Nach Ansicht von Umweltschützern müsse dies bedeuten, dass zumindest in diesem Jahr kein weiterer Castor-Transport mehr in das Lager gebracht werden dürfe.Neue Messungen am Zwischenlager Gorleben
Das niedersächsische Umweltministerium gab nun am Montag in Hannover bekannt, dass die Strahlenwerte in Gorleben deutlich unter dem zugelassenen Jahresgrenzwert liegen. Dies hätten Messungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) ergeben, so das Ministerium. Allerdings seien diese Messungen nur für das zweite Halbjahr aussagekräftig und berücksichtigen nicht die zusätzliche Einlagerung des für November geplanten Castor-Transports, so das Ministerium weiter. Dennoch gilt für die Landesregierung derzeit ein solcher Transport als durchführbar. Umweltschützer kritisierten hingegen, dass man nicht einfach so lange neue Messungen vornehmen könne, bis einem das Ergebnis gefalle.
Entweicht in Gorleben Strahlung durch Lüftungsschlitze?
In den Zwischenlagern darf ein bestimmter Strahlenwert pro Jahr nicht überschritten werden. In Gorleben wurden im August erhöhte Werte an Neutronenstrahlung gemessen, die zwar für sich noch nicht bedenklich waren, doch bei weiterer Einlagerung von Atommüll in diesem Jahr eine Überschreitung der Jahresgrenzwerte nahegelegt hatten. Nach Untersuchungen von Greenpeace scheint die Strahlung durch ungefilterte Lüftungssysteme des Zwischenlagers zu entweichen. Da radioaktiver Müll stetig Wärme abgibt, müssen die Lagereinrichtungen entsprechend belüftet werden - im Falle des Zwischenlagers Gorleben geschieht dies über Lüftungsschlitze. Zwar konnte Greenpeace keine direkten Strahlenwerte messen, doch die erhöhten Temperaturen, die mit Hilfe von Wärmebildkameras nachgewiesen wurden, legten den Schluss nahe, dass hier ein Zusammenhang bestehe, so die Umweltschützer.
