Völlig kostenlos und unverbindlich!
Strompreisrechner
Mit einem Strompreisvergleich bares Geld sparenGasanbieter: Europaweite Razzia wegen verdächtiger Gaspreise
Gasanbieter: Europaweite Razzia wegen verdächtiger Gaspreise28.09.2011, 15:30 Uhr
Die EU-Kommission hat wegen des Verdachts auf unfaire Bildung der Gaspreise eine groß angelegte Razzia in weiten Teilen Europas durchgeführt. Unter den betroffenen Unternehmen sind auch deutsche Gasversorger.Absprachen über Gaspreise in Europa?
Am Dienstag standen die Ermittler bei verschiedenen Energiekonzernen vor der Tür, um dem Verdacht auf unlautere Vorgänge bei der Bildung der Gaspreise nachzugehen. Unter anderem waren auch die Gasanbieter E.ON Ruhrgas und RWE, aber vor allem auch die deutsche Tochterfirma des russischen Gasriesen Gazprom von den Durchsuchungen der Geschäftsräume betroffen. Die Energiekonzerne bestätigten den Vorgang, kommentierten ihn aber nicht weiter. Man wolle jedoch mit den Behörden kooperieren und unterstütze die Ermittlungen in jeder möglichen Weise, hieß es beispielsweise beim Gasanbieter RWE.
Gasanbieter unterstützen Ermittlungen
Hintergrund für die Ermittlungen sind einem Bericht der "Wirtschaftswoche online" zufolge Vorwürfe gegen den russischen Konzern Gazprom. Demnach wirft die EU-Kommission dem Gasanbieter vor, seine Gaspreise mit Hilfe von Absprachen künstlich nach oben zu treiben und insgesamt seine Marktmacht zu missbrauchen. Der Sprecher der deutschen Tochter des russischen Unternehmens, Woelki, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass Gazprom nichts zu verbergen habe und voll kooperiere. Sollten die Ermittlungen der EU-Kommission zu einem offiziellen Kartellverfahren führen, drohen den betroffenen Unternehmen hohe Bußgelder, die bis zu zehn Prozent eines gesamten Jahresumsatzes betragen könnten. Die Durchsuchungen wurden am Mittwoch in zehn europäischen Ländern weitergeführt. Die russische Regierung mahnte in diesem Zusammenhang die Einhaltung der Rechte von ausländischen Investoren an.
