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Japan: Stromanbieter Tepco soll Tausende Mitarbeiter entlassen
Japan: Stromanbieter Tepco soll Tausende Mitarbeiter entlassen28.09.2011, 16:40 Uhr
Der Betreiber des zerstörten Atomkraftwerks von Fukushima befindet sich in einer extrem angespannten wirtschaftlichen Lage. Daher plant man von Staats wegen offenbar den Abbau Tausender Arbeitsplätze, wie eine japanische Zeitung schreibt.Staat verlangt Entlassungen vom StromanbieterDas Blatt Yomiuri schreibt über das Vorhaben, wegen der Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima mehrere Tausend Mitarbeiter beim Stromanbieter Tepco zu entlassen. Bis zu 7.400 Stellen sollen demnach bis zum März 2014 gestrichen werden. Die Entlassungspläne gehen allerdings nicht auf Überlegungen des Kraftwerksbetreibers zurück, sondern sollen dem Zeitungsbericht zufolge auf staatlichen Forderungen an den Stromanbieter basieren. Sollten die Pläne Wirklichkeit werden, würde Tepco rund 14 Prozent seiner derzeit in Vollzeit beschäftigten Mitarbeiter verlieren.
Kann der Stromanbieter die Kosten für Fukushima bewältigen?
Der Staat verlangt diese Maßnahmen offenbar aus Furcht davor, dass der Stromanbieter nicht in der Lage sein könnte, die wirtschaftlichen Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima aus eigener Kraft zu bewältigen. Zwar garantiert der Staat durch eigens eingerichtete Fonds die Zahlungen von Entschädigungen an die Betroffenen, will dieses Geld aber langfristig von Tepco zurückgezahlt bekommen. Daher verlangt die Regierung offenbar auch von dem Energiekonzern, insgesamt 600 Milliarden Yen (dies entspricht rund 5,7 Milliarden Euro) durch den Verkauf von Anteilen und niedrigeren Rentenzahlungen aufzubringen.
