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Gaspreise: Gazprom wehrt sich gegen Vorwürfe der EU
Gaspreise: Gazprom wehrt sich gegen Vorwürfe der EU29.09.2011, 13:54 Uhr
Entschieden zurückgewiesen hat das russische Energieunternehmen den Verdacht der Wettbewerbshüter der EU und nationaler Behörden, dass es bei der Gestaltung der Gaspreise Manipulationen gegeben habe. Am Dienstag hatten Fahnder der Kartellbehörden und der EU mit einer europaweiten Razzia bei Gasanbietern begonnen.Hat es Absprachen der Gasanbieter gegeben?Auch in Deutschland hatte es Durchsuchungen im Rahmen der EU-Razzia gegeben. Die Gasanbieter RWE und E.ON Ruhrgas teilten offiziell mit, dass sie das Vorgehen der Kartellbehörden gegen Manipulationen begrüßen und unterstützen. Besonders ins Fadenkreuz der Ermittler ist der Gazprom-Konzern geraten. Der Verdacht, der sich gegen die Gasanbieter richtet, bezieht sich laut EU-Angaben auf mögliche Verstöße gegen Wettbewerbsregeln oder zumindest eine Mitwisserschaft, dass es solche Behinderungen des freien Wettbewerbs gegeben habe. Als Beispiele wurden die Verweigerung des Zugangs zu Pipelines oder besonders hohe Gaspreise genannt.
Gazprom: Wurden vorher nie mit Vorwürfen konfrontiert
Die EU-Kommission geht aber auch von möglichen Aufteilungen von Märkten in Europa aus, die angeblich unter den Gasanbietern vorgenommen wurden. Gazprom hat inzwischen die Vorwürfe zurückgewiesen. Sprecher des Energiekonzerns erklärten, dass der Gasanbieter vor den unangekündigten Kontrollen vom Dienstag und Mittwoch nie mit irgendwelchen Beschwerden der EU über seine Geschäftspolitik konfrontiert worden sei. Hätte man sich schon früher mit Gazprom unterhalten, wären die Probleme höchstwahrscheinlich bereits gelöst worden, so die Überzeugung der Firma.
