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Stromanbieter Vattenfall will sich von Kohlekraftwerken trennen
Stromanbieter Vattenfall will sich von Kohlekraftwerken trennen30.09.2011, 13:58 Uhr
Der Verkauf oder die Stilllegung von Kohlekraftwerken in Deutschland und anderen Ländern ist für den schwedischen Energiekonzern eine mögliche Variante, um finanzielle Nachteile durch höhere CO2-Abgaben zu vermeiden.Stromanbieter will Kosten für CO2-Abgaben senkenWie der Chef des Energiekonzerns Vattenfall, Øystein Løseth, gegenüber einem schwedischen Rundfunksender erklärte, hätten diese Überlegungen rein finanzielle Gründe, da ab 2013 die Kosten für CO2-Emissionen für den Stromanbieter stark steigen würden. Deswegen müsse man darüber nachdenken, ob sich das Engagement in allen Kohlekraftwerken für Vattenfall noch lohne. Diese Überlegungen seien allerdings keineswegs neu, so Øystein Løseth weiter. Schon vor einiger Zeit habe der Konzern angekündigt, die CO2-Emissionen durch den Verkauf oder die Stilllegung älterer Anlagen senken zu wollen. Insgesamt wolle Vattenfall den CO2-Ausstoß von 90 Millionen Tonnen auf 65 Mio. Tonnen senken. Dort, wo man für ältere Kohlekraftwerke keinen Käufer finde, müsse man dann über eine Abschaltung nachdenken.
CO2-Emissionen für Stromanbieter teure Angelegenheit
In Deutschland hat der Stromanbieter in den vergangenen Jahren viel Geld in den Ausbau neuer und bestehender Kohlekraftwerke gesteckt. Mehrere Milliarden flossen beispielsweise in das Kraftwerk Moorburg bei Hamburg und den Braunkohle-Abbau in Sachsen. Für den Konzern werden die steigenden Abgaben zum Problem, weil die neuen und modernen Kraftwerke den CO2-Ausstoß weiter steigern. Zum Ausgleich will Vattenfall sich deswegen von den älteren Anlagen trennen, um unter dem Strich weniger für die Emissionen zahlen zu müssen.
