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EU-Wettbewerbshüter wollen Marktmacht von Gazprom brechen
EU-Wettbewerbshüter wollen Marktmacht von Gazprom brechen04.10.2011, 13:56 Uhr
In der vergangenen Woche hatten Ermittler von EU und lokalen Kartellbehörden in verschiedenen europäischen Ländern Razzien gegen Gasanbieter durchgeführt. Vor allem Gazprom sollte dabei unter die Lupe genommen werden.Gasanbieter sollen sich abgesprochen habenWie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, will die EU-Wettbewerbskommission mit den großangelegten Durchsuchungen in erster Linie die Marktmacht des russischen Gasexporteurs Gazprom brechen. Der Verdacht der Wettbewerbshüter geht dahin, dass sich verschiedene Erdgas-Firmen in Europa durch die Aufteilung der Märkte, Absprache der Gaspreise und Behinderung von Konkurrenten Vorteile am Markt verschafft haben sollen. Auch deutsche Gasanbieter wurden durchsucht, begrüßten das Vorgehen der Wettbewerbskommission allerdings und sicherten jede Kooperation zu.
Gazprom von Razzia überrascht
Nicht begeistert von der Razzia zeigte man sich hingegen bei Gazprom. Hier war von einer peinlichen Überraschung die Rede, die vermeidbar gewesen wäre, wenn die EU-Ermittler sich vorher mit Gazprom bezüglich der Vorwürfe in Verbindung gesetzt hätten, so die Ansicht des Konzerns. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte inzwischen an, dass die Regierung in Moskau die Situation um den Gasanbieter Gazprom aufmerksam verfolgen werde. Schon zuvor hatte die russische Regierung die Europäer aufgefordert, die Rechte von ausländischen Investoren in ihren Ländern zu achten.
