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Stromanbieter E.ON muss mit Streik rechnen
Stromanbieter E.ON muss mit Streik rechnen06.10.2011, 14:28 Uhr
Die Gewerkschaft Verdi droht dem Energiekonzern offen mit Streik, um ihn von betriebsbedingten Kündigungen abzuhalten. Damit scheint die leichte Annäherung zwischen E.ON und den Arbeitnehmern schon wieder vom Tisch zu sein.Gewerkschaft will Tarifvertrag vom StromanbieterErst gestern hatte es noch in Berichten geheißen, dass der Stromanbieter E.ON auf die Arbeitnehmer zugehen möchte und hierzu auch mit der Gewerkschaft Verdi über Möglichkeiten einer sozialen Abfederung des geplanten Stellenabbaus sprechen werde. Doch die Gewerkschaft geht zunächst auf Konfrontationskurs. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte der Energieexperte von Verdi, Sven Bergelin, dass man Streiks nicht mehr ausschließe. Die Gewerkschaft fordere vom Energiekonzern den Abschluss eines Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung. Falls der Stromanbieter sich weigere, einen solchen Vertrag zu schließen, könne es schon in den nächsten Wochen zu ersten Arbeitsniederlegungen kommen, so Bergelin.
Stromanbieter will 1,5 Mrd. Euro einsparen
E.ON-Vorstandschef Johannes Teyssen hatte nach der Vorlage der Halbjahresbilanz einen strikten Sparkurs für den Stromanbieter ausgerufen. Insgesamt sollen die Kosten des Unternehmens um 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Hierfür ist die Streichung von weltweit bis zu 11.000 Arbeitsplätzen im Gespräch. Außerdem steht die Schließung von Konzernniederlassungen und Tochterfirmen auf zur Debatte.
