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Terminmarkt: Strombörse meldet sinkende Strompreise im September12.10.2011, 18:48 Uhr
An der Strombörse EEX in Leipzig werden nicht nur die Spotpreise gehandelt, die für die tägliche Bildung der aktuellen Strompreise im Großhandel maßgeblich sind, sondern auch die für die zukünftige Preisentwicklung wichtigen Termingeschäfte. Während die Spotmärkte im September nur zu Beginn einen leichten Rückgang der Strompreise verzeichneten, um sich anschließend zu stabilisieren, sind die Kosten für Monats- und Quartalsgeschäfte über den gesamten Monat hinweg leicht gesunken.
Strompreise sinken wegen Wirtschaftsprognosen
Wie unser Partner Verivox meldet, haben im September die Strompreise für den Jahresfuture zwischen 63 und 65 Euro pro Megawattstunde gependelt. Fachleute erklären diesen leichten Einbruch mit der zu erwartenden Abschwächung der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Immer dann, wenn die Wirtschaft ihre Produktion zurückfahren muss, sinkt auch der Strombedarf, was sich in der Folge auf die Strompreise auswirkt. Diese Entwicklung nehmen die Terminmärkte also quasi vorweg. Dies ist aber natürlich nicht in Stein gemeißelt. Im Frühjahr kam es aufgrund des Atomausstiegs zu einer gegenteiligen Prognose, welche die Strompreise zunächst einen Sprung nach oben machen ließ. Davon ist momentan aber nicht mehr die Rede.
Spotmärkte reagieren anders auf Entwicklung
Auf den aktuellen Spotmärkten lief der September etwas anders ab. Auch hier gingen die Kurse an der Strombörse zu Beginn des Monats zwar etwas zurück, pendelten sich später aber wieder auf einem höheren Niveau ein. Durchschnittlich musste man am Spotmarkt im September 51 Euro für eine Megawattstunde Strom bezahlen. Im Laufe des Monats wurde dabei ein Tiefstpreis von 43,31 Euro ermittelt (29. September). Der Höchstpreis erreichte am 19. September die Marke von 61,27 Euro. Der Gesamtumfang der Strommenge, die über den gesamten Monat hinweg an den Spotmärkten gehandelt wurde, belief sich auf 18 Terawattstunden.
Endkunden sollten die Strompreise weiter beobachten
Für die Strompreise der Endkunden bedeuten diese Zahlen zunächst aber weder eine sofortige Be- noch Entlastung. Stromanbieter kaufen ihre Stromkontingente weit im Voraus ein, weswegen solche Schwankungen an den Spotmärkten sich oft gar nicht oder nur mit starker zeitlicher Verzögerung bemerkbar machen. Anders sieht die Sache da schon bei der EEG-Umlage aus. Wenn sie steigt, erhöhen die meisten Versorger auch ihre Tarife für Endkunden relativ schnell. Da dürfte die aktuelle Meldung, dass die Umlage vermutlich deutlich weniger stark als erwartet steigen soll, für Entspannung sorgen.