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EEG-Umlage: Steigen die Strompreise doch nicht?12.10.2011, 19:30 Uhr
Am Freitag werden die Übertragungsnetzbetreiber die genaue Höhe der EEG-Umlage für das kommende Jahr der Öffentlichkeit mitteilen. Vorab gab es schon zahlreiche Spekulationen, bis hin zu relativ deutlichen Steigerungen von 0,3 Cent pro Kilowattstunde. Einem Bericht unseres Partners Verivox zufolge scheint der Anstieg der Umlage für Ökostrom aber erheblich niedriger auszufallen als befürchtet.
EEG-Umlage steigt angeblich nur um 0,059 Cent
Verivox beruft sich bei dem Bericht auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Demnach soll die EEG-Umlage im Jahr 2012 nur um 0,059 Cent je Kilowattstunde angehoben werden. Insgesamt würde sie dann 3,589 Cent betragen. Derzeit beläuft sie sich auf 3,53 Cent. Erst vor einem Jahr hatten die Übertragungsnetzbetreiber die Verbraucher mit einer Steigerung von 70 Prozent geschockt, welche zu teilweise drastischen Strompreiserhöhungen bei so manchem Stromanbieter geführt hatte.
Steigen die Strompreise trotzdem weiter an?
Sollte die EEG-Umlage nun tatsächlich „nur“ um diesen geringen Betrag steigen, würde dies für eine Entspannung bei den Spekulationen über höhere Strompreise sorgen. Verbraucherschützer hatten die Stromanbieter schon im vergangenen Jahr für die Strompreiserhöhungen kritisiert. Ihrer Ansicht nach hätten die Versorger die höhere Umlage nicht direkt an die Kunden weitergeben müssen, zumal die Verbraucher von den Einsparungen bei den Beschaffungskosten zuvor auch nicht hatten profitieren können. Für diese Sicht der Dinge spricht die Tatsache, dass es trotz der vielen Erhöhungen auch Stromanbieter gab, die ihre Tarife stabil halten konnten.
Stromanbieter vergleichen bleibt wichtig
Eigentlich hatte vor allem die Politik angesichts der letzten Erhöhung nicht mit einer erneuten Anhebung der EEG-Umlage in diesem Jahr gerechnet. Aber auch, wenn die Umlage aktuell nicht für eine pauschale Strompreiserhöhung herhalten kann, werden die Stromanbieter voraussichtlich kreative Lösungen finden, die Tarife anzuheben, wie viele Experten befürchten. Vor allem die großen Energiekonzerne könnten sich auf die Kosten berufen, die der Atomausstieg bei ihnen verursacht hat. Verbraucher sollten also nach wie vor die Strompreise vergleichen, um die günstigsten Stromanbieter zu ermitteln.