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0,062 Cent – Die EEG-Umlage steigt diesmal nicht stark

0,062 Cent – Die EEG-Umlage steigt diesmal nicht stark14.10.2011, 14:56 Uhr

  Nun steht es endgültig fest: Die EEG-Umlage wird im nächsten Jahr „nur“ um 0,062 Cent pro Kilowattstunde ansteigen. Dies teilten die Übertragungsnetzbetreiber am Freitag mit. Schon in den vergangenen Tagen war in Presseberichten von einer moderaten Erhöhung die Rede gewesen, die in etwa in dieser Größenordnung lag. Damit bleibt die Steigerung der Ökostrom-Umlage aber deutlich hinter den Befürchtungen zurück, die in den letzten Wochen und Monaten von verschiedenen Seiten geäußert wurden. Vor einem Jahr hatten die Übertragungsnetzbetreiber die Verbraucher mit einer Anhebung um 1,5 Cent geschockt, was einer Steigerung von etwa 70 Prozent entsprach. In der Folge hatten die meisten Stromanbieter ihre Tarife für Endkunden deutlich erhöht.
 

EEG-Umlage steigt um 2,17 Euro – für das ganze Jahr

Die Erhöhung der EEG-Umlage muss nicht an die Endkunden weitergegeben werden, sondern könnte theoretisch auch vom Energieversorger getragen werden. Darauf wiesen im letzten Jahr Verbraucherschützer hin, die bemängelten, dass viele Stromanbieter zwar die höhere Umlage an ihre Kunden weiterreichten, nicht aber die Kostenvorteile, die sie durch gesunkene Großhandelspreise zuvor erwirtschaftet hatten. Doch auch hier gab es Ausnahmen, denn noch immer gibt es Versorger, die ihre Tarife möglichst stabil halten können und wollen. Für die Kunden gibt es also immer eine Alternative. Wie auch immer es dieses Mal laufen wird – selbst wenn die Anhebung von 0,062 Cent pro Kilowattstunde an die Kunden weitergegeben wird, macht sie für einen Durchschnittshaushalt unter dem Strich lediglich eine Mehrbelastung von 2,17 Euro aus – und das nicht etwa im Monat, sondern im Jahr.
 

Strompreise könnten dennoch steigen

Die Frage, ob die Strompreise nun im kommenden Jahr stabil bleiben, lässt sich damit aber noch immer nicht beantworten, denn gerade die großen Stromanbieter machen bereits seit einigen Monaten geltend, dass ihre Kosten durch den Atomausstieg drastisch gestiegen seien. An der Strombörse ließ sich dies aber zunächst nicht ablesen, denn hier sind die Beschaffungspreise in den letzten Monaten nicht sonderlich nach oben gegangen. Das allgemein hohe Niveau bei den Energiepreisen könnte aber auch in dieser Saison wieder auf die Strompreise durchschlagen.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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