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Stromanbieter nimmt erstes Wasserstoff-Hybrid-Kraftwerk in Betrieb25.10.2011, 21:29 Uhr
Mit der Inbetriebnahme des weltweit ersten Wasserstoff-Hybrid-Kraftwerks will der Stromanbieter Enertrag im brandenburgischen Prenzlau einen neuen Weg zur effizienten Speicherung erneuerbarer Energien aufzeigen. Der Energiekonzern, der für seine Windkraftanlagen bekannt ist, hat die Anlage für den Zweck errichtet, den sehr witterungsabhängigen Ökostrom zwischenzuspeichern, um die Energie dann abrufen zu können, wenn sie benötigt wird.
Ungenutzter Ökostrom wird in Wasserstoff umgewandelt
Das Pilotprojekt wurde vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) eingeweiht. Dabei lobte er die Eigenschaft des Kraftwerks, die schwankende Windenergie in „eine verlässliche Größe“ umwandeln zu können. Es handele sich um einen „Quantensprung in der modernen Speichertechnologie“. Das Projekt wird sowohl vom Bundesverkehrsministerium als auch vom Land Brandenburg finanziell gefördert. Auf privater Seite sind als weitere Investoren neben Enertrag auch der Stromanbieter Vattenfall, die Deutsche Bahn sowie Total Deutschland beteiligt.
Wasserstoff wird an Tankstellen geliefert
Das Kraftwerk selbst erzeugt mit dem überschüssigen Ökostrom aus Windkraftanlagen Wasserstoff, der dann an spezielle Wasserstoff-Tankstellen des Total-Konzerns in Berlin und Hamburg geliefert wird. In Zeiten, in denen nicht genügend Windenergie zur Verfügung steht, wird die Anlage zusätzlich mit Biogas betrieben, um weiterhin genügend Strom zu produzieren. Außerdem wird mit der Biogasanlage Heizenergie für Wohngebäude erzeugt. Besonderen Wert legen die Entwickler des Kraftwerks auf die Tatsache, dass der dort erzeugte Wasserstoff völlig ohne CO2-Emissionen produziert wurde und somit der Betrieb von Fahrzeugen mit Treibstoff aus diesem Kraftwerk nicht das Klima belastet.