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Stromanbieter Vattenfall macht wieder Gewinn

Stromanbieter Vattenfall macht wieder Gewinn27.10.2011, 14:53 Uhr

  Nach den Verlusten im zweiten Quartal konnte der schwedische Stromanbieter Vattenfall heute für das dritte Quartal wieder einen Gewinn von 1,3 Milliarden Kronen (144 Millionen Euro nach Steuern) vermelden. Dies teilte der Konzern am Donnerstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit. Noch vor drei Monaten hatte das Unternehmen aufgrund des deutschen Atomausstiegs einen Verlust von 3,2 Milliarden Kronen geltend gemacht. Vattenfall gehört zu den vier großen Energiekonzernen in Deutschland, die direkt von der Abschaltung der Atomkraftwerke betroffen sind. Das Unternehmen betreibt hierzulande die beiden AKW Krümmel und Brunsbüttel, die allerdings beide bereits aus technischen Gründen bereits seit Jahren nicht mehr am Netz waren, als die Entscheidung zum Atomausstieg getroffen wurde.
 

Stromanbieter konsolidiert Stellung am Markt

Dennoch macht Vattenfall hohe Kosten geltend, die für den Stromanbieter durch den Atomausstieg entstanden seien. So hat der Chef des schwedischen Konzerns, Oysten Loseth, wiederholt darauf hingewiesen, dass man sich zwar mit der politischen Entscheidung in Deutschland abfinden werde, jedoch gewisse Kompensationen von der Politik erwarte. Bezüglich der Zahlen für das dritte Quartal sage der Konzernchef heute, dass Vattenfall seine Position konsolidiert habe. Man konzentriere sich aus strategischen Gründen nunmehr auf die Märkte in Schweden, Deutschland und in den Niederlanden, so Loseth. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres sieht die Bilanz allerdings etwas anders aus. Hier sank der Gewinn nach Steuern um 23,1 Prozent. Jedoch konnte der Umsatz um 1,6 Prozent gesteigert werden.
 

Atomausstieg trifft große Stromanbieter

Der Atomausstieg hat alle großen Stromanbieter finanziell getroffen. So spielte das schlechte Halbjahresergebnis des Konkurrenten E.ON eine große Rolle bei der Entscheidung, insgesamt 11.000 Stellen weltweit zu streichen. Allerdings gab es bei E.ON auch schon vor dem Atomausstieg die Absicht, die Verwaltung spürbar zu verkleinern. Ähnliche Schritte schließt Vattenfall zunächst aus, was sicher auch daran liegt, dass die Einbußen für den schwedischen Konzern aufgrund des jahrelangen Stillstands der beiden Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel nicht ganz so stak ausfallen wie für die Mitbewerber, die aktive Anlagen abschalten mussten. Ohne finanzielle Kompensationen will aber auch Vattenfall über wirtschaftliche Konsequenzen nachdenken, wie die Konzernleitung schon wiederholt angekündigt hat.



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