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Stromanbieter müssen Wechsel künftig schneller durchführen28.10.2011, 16:31 Uhr
Bislang ärgerten sich Verbraucher hin und wieder über Verzögerungen beim Wechsel ihres Gas- oder Stromanbieters. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass bisher ein Stromanbieterwechsel nur zum Monatsersten möglich war. Außerdem gab es für eine Umstellung der Versorgung durch den Netzbetreiber nur starre Fristen mit einem Vorlauf von mindestens einem Monat. Hierdurch war ein schneller Wechsel für die meisten Kunden kaum möglich. Dies wird sich in Zukunft ändern. Die Bundesnetzagentur gab am Freitag die neuen Regeln bekannt, an die sich die Stromanbieter und Netzbetreiber künftig zu halten haben. Demnach soll die Umstellung von einem Versorger zum nächsten nur noch maximal drei Wochen dauern dürfen.
Stromanbieterwechsel soll nur noch drei Wochen dauern
Matthias Kurth, der Chef der Bundesnetzagentur, erläuterte die Einzelheiten der neuen Regelung. So habe man eine Frist von drei Wochen als angemessen befunden, damit der Stromanbieter Zeit hat, den Kunden beim jeweiligen Netzbetreiber anzumelden. Dies ist Voraussetzung für eine Umstellung der Versorgung und hat in der Vergangenheit oft länger gedauert als zu erwarten gewesen war. Auch soll ein Wechsel jetzt an jedem Werktag möglich sein und wird nicht mehr nur zum Ende eines Monats durchgeführt. Auf diese Weise werden Kunden zukünftig maximal drei Wochen auf den Beginn der Belieferung durch ihren neuen Gas- oder Stromanbieter warten müssen, so die Bundesnetzagentur.
Kunden erhalten verlässliche Grundlage zum Wechselvorgang
Die Netzbetreiber und Gas- bzw. Stromanbieter haben nach den Angaben von Behördenchef Kurth noch bis zum 1. April 2012 Zeit, um ihre Computersysteme an die erforderlichen neuen Abläufe anzupassen. Danach sind sie an die Einhaltung der neuen Fristen für den Stromanbieterwechsel gebunden. Die überarbeiteten Regeln waren durch neue gesetzliche Vorschriften notwendig geworden und sollen der Vereinheitlichung und Verschlankung des Wechselvorgangs dienen. Laut Kurth erhält der Kunde somit erstmals eine klare und verlässliche Grundlage für den Wechsel des Energieanbieters. Langfristig würde sich die Neuregelung auch für die Unternehmen positiv bemerkbar machen und für Entlastungen in der Verwaltung sorgen, meinte der Behördenchef weiter. Man erwarte, dass die Gas- und Stromanbieter ebenso wie die Netzbetreiber die Umsetzung der Vorgaben unverzüglich in Angriff nehmen.