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Schlichtungsstelle für Ärger mit Gas- und Stromanbieter hilft ab sofort

Schlichtungsstelle für Ärger mit Gas- und Stromanbieter hilft ab sofort01.11.2011, 14:04 Uhr

  Die neu eingerichtete Schlichtungsstelle für Energie nimmt ab sofort ihre Arbeit auf. Seit dem 1. November können Kunden, die Ärger mit ihrem Gas- oder Stromanbieter haben, weil beispielsweise die Rechnung nicht stimmt oder der Wechsel zu einem anderen Energieversorger nicht funktioniert, sich an die Schlichtungsstelle wenden. Zu erreichen ist sie entweder über Telefon (030 – 27572400) oder über die Adresse www.schlichtungsstelle-energie.de im Internet. Verbraucher müssen für die Inanspruchnahme der Schlichtungsstelle nichts zahlen, abgesehen von Aufwendungen für Porto, Telefonkosten oder vergleichbare eigene Aufwendungen. Das Schlichtungsverfahren selbst bleibt kostenfrei, die entstehenden Kosten werden von den Gas- und Stromanbietern getragen.
 

Gas- und Stromanbieter tragen Kosten für Schlichtungsstelle

Die Schlichtungsstelle für Energie folgt dem Beispiel anderer Dienstleistungsbranchen, allen voran der Versicherungswirtschaft. Auch hier sorgt ein Obmann für eine faire Gleichbehandlung von Kunden und Stromanbieter, während in den Gremien der Schlichtungsstelle sowohl Vertreter der Energieversorger als auch Verbraucherschützer vertreten sind. Ziel der Schlichtungsstelle ist es, unnötige Gerichtsverfahren wegen Streitigkeiten mit dem Gas- oder Stromanbieter zu vermeiden. Das soll nicht nur die Gerichte entlasten, sondern auch die Klärung von Streitfällen deutlich beschleunigen, wie Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) und Verbraucherministerin Aigner (CSU) vergangene Woche bei der Vorstellung der Schlichtungsstelle betont haben.
 

Schlichtungsstelle soll Verbrauchern helfen

Wer sich über seinen Energieversorger beschweren will, kann dies per Fax, per Post oder per Internet tun. Darauf weisen Verbraucherschützer hin. Für einen Antrag an die Schlichtungsstelle müssen zudem der Name des Gas- bzw. Stromanbieters vorliegen, sowie die Zählernummer, Vertragsunterlagen (in Kopie), Allgemeine Geschäftsbedingungen und der vorangegangene Schriftwechsel mit dem Energieversorger. In den vergangenen Jahren haben juristische Auseinandersetzungen zwischen Kunden und Stromanbietern stark zugenommen, weil die Verbraucher oft mit ihren Probleme alleine gelassen werden. Mit der Einrichtung der Schlichtungsstelle für Energie soll sich dies grundlegend ändern. Verbraucherschützer erhoffen sich auch einen vorbeugenden Effekt. Die pure Existenz der Schlichtungsstelle soll bereits für einen besseren Kundenservice sorgen. Ob sich diese Erwartungen bestätigen, bleibt zunächst abzuwarten.



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