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Stromausfall in den USA noch immer nicht völlig behoben07.11.2011, 18:15 Uhr
Der unerwartete Schneesturm im Nordosten der Vereinigten Staaten hat vor über einer Woche mehrere Millionen Menschen ohne Strom gelassen. Obwohl die Stromanbieter fieberhaft an einer Wiederherstellung der Versorgung arbeiten, ist es immer noch nicht gelungen, alle Haushalte wieder an das Stromnetz anzuschließen. Erst im Laufe des Montags soll dies nach Möglichkeit der Fall sein, doch auch dann bleiben vermutlich noch einige Menschen vom Stromausfall betroffen. Ende Oktober sind Schneefälle in dieser Region der USA sehr ungewöhnlich und hatten die Einwohner quasi aus heiterem Himmel getroffen.
Stromanbieter arbeiten an Wiederherstellung der Versorgung
Wie der Stromanbieter Connecticut Light & Power mitteilte, sollen die letzten Haushalte im Bundesstaat Connecticut zu Beginn dieser Woche wieder an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden. Problematisch sind Wettereinflüsse wie diese auf die Stromleitungen, weil nicht nur die Hochspannungsleitungen überirdisch verlegt sind, sondern in der Regel auch die meisten amerikanischen Haushalte über Leitungen versorgt werden, die über Strommasten gespannt sind. In Deutschland sind oberirdische Stromanschlüsse von Häusern inzwischen die Ausnahme, weil die meisten Haushalte an einer unterirdischen Verkabelung angeschlossen sind.
Amerikanische Stromleitungen verlaufen meist oberirdisch
Der Nachteil der oberirdischen Stromversorgung zeigte sich bei dem Schneesturm wieder einmal deutlich: Durch starke Stürme oder andere Wettereinflüsse können Stromleitungen reißen oder Strommasten umknicken. Auch umstürzende Bäume sind oft Ursache für eine Durchtrennung der Stromnetze. Durch „Kettenreaktionen“ in der Stromversorgung können die darauf folgenden Kurzschlüsse schnell zu einem großflächigen Stromausfall führen. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn Teile dieser Leitungen noch Strom führen und auf der Straße liegen. Wer dann unvorsichtig wird und versucht, diese Hindernisse zu überqueren oder gar selbst aus dem Weg zu räumen, bezahlt dies nicht selten mit seinem Leben – wie es auch vergangene Woche vorgekommen ist. Aber auch in Deutschland gibt es mitunter durch Wettereinflüsse durchtrennte Stromleitungen – hier sind aber meist die Übertragungsleitungen betroffen und nicht die direkten Hausanschlüsse.