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Gewinneinbruch bei Stromanbieter E.ON verschärft sich

Gewinneinbruch bei Stromanbieter E.ON verschärft sich09.11.2011, 14:55 Uhr

  Schon das Halbjahresergebnis war für den größten deutschen Energiekonzern höchst unerfreulich. In der Folge verkündete die Unternehmensleitung einen strikten Sparkurs bei der Verwaltung und die Entlassung von weltweit bis zu 11.000 Mitarbeitern. Ein Hauptgrund für den Gewinneinbruch ist nach Angaben der Konzernleitung der Atomausstieg. Auch das Ergebnis für die ersten neun Monate 2011 sieht nicht besser aus. Obwohl der Stromanbieter E.ON noch weit davon entfernt ist, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten, ist der Gewinneinbruch dennoch deutlich zu spüren. Im Zeitraum von Januar bis September sind die Gewinne um satte 39 Prozent zurückgegangen, wie der Konzern mitteilte.
 

Stromanbieter kämpft mit Folgen des Atomausstiegs

In Geld ausgedrückt bedeutet dies einen Rückgang der Konzerngewinne auf 6,6 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss sank demnach um 34 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, so der Stromanbieter weiter. Zwei Gründe seien für diese Entwicklung maßgeblich. Zum einen schlage der Atomausstieg mit der Abschaltung zweier Atomkraftwerke zu Buche, zum anderen laufe das Gasgeschäft derzeit eher schwach. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Berichte gegeben, dass die Gassparte von E.ON wegen der langjährigen Lieferverträge mit Gasproduzenten Verluste macht. Ursache hierfür ist beispielsweise das Festhalten des russischen Lieferanten Gazprom an der Bindung der Gaspreise an die Entwicklung des Ölpreises, der unvermindert hoch ist. Da das Gas an der Großhandelsbörse inzwischen aber deutlich günstiger zu haben ist, bedeutet dies für E.ON erhebliche Einbußen, da die Konkurrenz das Gas deutlich günstiger an ihre Kunden verkaufen kann.
 

Gewerkschaften fordern Beschäftigungsgarantien vom Stromanbieter

Der Stromanbieter versucht mit einem gigantischen Sparprogramm, die Gewinneinbrüche zu kompensieren. Neben dem Abbau der Arbeitsplätze und Schließungen von Konzernniederlassungen soll vor allem eine Verschlankung der Verwaltung den Stromanbieter wieder auf die Überholspur bringen. Unterdessen gehen die Proteste der Beschäftigten gegen die Sparpolitik der Unternehmensleitung weiter. Vergangenen Montag protestierten 4000 Mitarbeiter gegen die Kürzungspläne. Die Gewerkschaften fordern von E.ON einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und Beschäftigungsgarantien.



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