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Energiepreise lassen Inflationsrate erneut steigen10.11.2011, 16:18 Uhr
Eigentlich wäre die Inflationsrate in diesen Tagen relativ gering ausgefallen. Nur 1,4 Prozent hätte sie im Oktober 2011 betragen können, wenn da nicht die hohen Energiepreise wären. Statt dessen beträgt die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 2,5 Prozent. Diese Zahlen nannte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag. Demzufolge ist vor allem die Entwicklung der Energiekosten für die höheren Verbraucherpreise verantwortlich. Diese stiegen im Vergleich zum letzten Jahr um ganze 11,1 Prozent. Sowohl die Preise für Kraftstoffe und Heizöl als auch die Gas- und Strompreise lagen deutlich höher. Beim Heizöl machte die Preissteigerung sogar 25 Prozent aus.
Strompreise stiegen um 7 Prozent
Schon im September war die Inflationsrate wegen der hohen Energiepreise mit einem Wert von 2,6 Prozent auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Immerhin steigerten sich die Kosten im Oktober im Vergleich zum Vormonat kaum, doch das kann für die Verbraucher vermutlich nur ein kleiner Trost sein. Gerade beim Heizöl macht sich die Teuerungsrate in vielen Haushalten sehr stark bemerkbar, aber auch die Strompreise stiegen um rund 7 Prozent. Die Gasanbieter erhöhten ihre Tarife im Vergleich zu 2010 um durchschnittlich 6,5 Prozent. Und die nächsten Preisrunden der Gas- und Stromanbieter sind bereits wieder eingeläutet worden, so dass die Kosten in den kommenden Monaten eher nicht zurückgehen werden. Besonders die Ölpreise sind und bleiben allerdings auf sehr hohem Niveau, und hier sieht es nicht nach einer baldigen Entlastung aus.
Sinkt die Inflationsrate nächstes Jahr wieder?
Die Statistiker in Wiesbaden sehen allerdings auch Licht am Ende des Tunnels. So könnte die Inflationsrate aufgrund der derzeitigen Entwicklungen am Großhandelsmarkt durchaus im Verlauf des kommenden Jahres zurückgehen. Begründet wird dies mit dem Rückgang der Teuerungsrate im Oktober bei den Großhandelspreisen im Handel, wo Veränderungen langfristig meist auch auf die Endkundenpreise durchschlagen. Für die Energiepreise wird es so rasch aber keine Entwarnung geben, vermuten die meisten Experten. Die Verbraucher haben dennoch die Möglichkeit, ihre Energiekosten zu reduzieren. Besonders mit einem Wechsel der Gas- und Stromanbieter lassen sich oft mehrere Hundert Euro einsparen. Beim Heizöl und an der Tankstelle ist es nicht ganz so leicht, Geld zu sparen. Aber auch hier hilft der Vergleich und die Ausnutzung günstiger Preise zum richtigen Zeitpunkt.