Bis zu 600 Euro sparen!
Jetzt Stromanbieter vergleichen.
Völlig kostenlos und unverbindlich!
Strompreisrechner
Mit einem Strompreisvergleich bares Geld sparen
Gazprom steigt bei deutschem Stromanbieter ein14.11.2011, 13:59 Uhr
Berichte der „Frankfurter Rundschau“ vom Wochenende besagten, dass der russische Energiekonzern Gazprom den hessischen Stromanbieter Envacom übernommen habe. Gestützt hatte sich der Zeitungsbericht auf eine Aussage des Geschäftsführers von Envacom, Tillmann Raith, welche dieser in eine E-Mail an seine Geschäftspartner verschickt hatte. Demnach hatte Raith am Donnerstag seine gesamten Anteile von Envacom an den russischen Staatskonzern verkauft. Der Direktor der Firma Gazprom Energy, die eigens für den Einstieg in den westeuropäischen Strommarkt gegründet wurde, Jonathan Feingold, hat den Zeitungsbericht nun offiziell bestätigt.
Hessischer Stromanbieter beliefert 500.000 Kunden
Envacom wurde im Jahre 1999 im hessischen Walluf gegründet und beliefert derzeit rund 500.000 Endkunden. Diese Kunden sollen auch von dem neuen Stromanbieter weiter beliefert werden, so Feingold. Allerdings werde der Name des Unternehmens schon in Kürze in Gazprom Energy geändert. Es sei der erste Schritt in den deutschen Strommarkt, sagte der Manager gegenüber Dow Jones. Zielgruppe für den neuen Stromanbieter seien in erster Linie Gewerbekunden. Das Bundeskartellamt soll für die Übernahme bereits grünes Licht gegeben haben. Die Tochtergesellschaft Gazprom Energy wurde eigens für den Einstieg in den europäischen Gas- und Strommarkt von der Muttergesellschaft Gazprom Marketing & Trading gegründet, die ihrerseits quasi die Handelsabteilung des Staatskonzerns ist. Auch in anderen Ländern ist der Energieversorger bereits aktiv, so zum Beispiel in Frankreich und Großbritannien.
Gazprom will Engagement als Stromanbieter ausbauen
Wie Feingold weiter mitteilte, solle sich der deutsche Ableger von Gazprom künftig als Stromanbieter selbst tragen. Gas soll vorerst nicht an Endkunden verkauft werden. Der Markt solle nicht mit Dumpingpreisen unterwandert werden, betonte der Manager. Gazprom habe nicht die Absicht, bei den Strompreisen draufzuzahlen. Über den Preis, den der russische Konzern für den deutschen Stromanbieter Envacom bezahlt hat, wurde indes nichts bekannt. Man beobachte den deutschen und globalen Energiemarkt weiter, fügte Feingold hinzu und wies darauf hin, dass Gazprom stets an neuen Gelegenheiten zum Einstieg in die Energiemärkte interessiert sei.