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Strompreise weiterhin wichtigstes Wechselkriterium für Kunden

Strompreise weiterhin wichtigstes Wechselkriterium für Kunden14.11.2011, 17:11 Uhr

  Die Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk von Fukushima hat offenbar nur kurzfristig zu einem Umdenken bei den Verbrauchern geführt. Während direkt nach der Katastrophe der Absatz von Ökostrom stark nach oben ging, hat sich inzwischen wieder der Druck im eigenen Geldbeutel bemerkbar gemacht. Die meisten Kunden achten nach wie vor auf günstige Strompreise, wenn sie ihren Stromanbieter wechseln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Nordlight Research, welche das Konsumverhalten der privaten Stromkunden im Jahr 2011 unter die Lupe genommen hat.
 

Fukushima beeinflusst Stromanbieter-Wahl nicht mehr

Dieser Studie zufolge werden 1.000 repräsentativ ausgewählte volljährige Bürger zu ihrem Verhalten als Stromkunde und ihren Vorlieben bei Stromtarifen und Stromanbietern befragt – und das schon regelmäßig seit 2008. Die jetzt veröffentlichten Daten beziehen sich auf das Konsumverhalten, das ein halbes Jahr nach der Atomkatastrophe in Japan erfasst wurde. Interessant ist hierbei, dass offenbar jeder dritte Verbraucher über einen Stromanbieterwechsel nachdachte, als das Atomunglück in aller Munde war. Wirklich zu einem anderen Stromanbieter gewechselt haben aber lediglich sieben Prozent der Kunden. In Anbetracht der Tatsache, dass die normale Wechselquote schon bei fünf Prozent liegt, keine dramatische Steigerung. Der Ökostrom war offenbar ebenfalls nur kurzfristig besonders beliebt. Stieg die Wechselquote für Ökostromtarife direkt nach dem Atomunfall zunächst stark an, haben sich mittlerweile wieder die günstigsten Strompreise als Hauptkriterium für die meisten Kunden durchgesetzt.
 

Wechselbereitschaft nimmt zu – günstige Strompreise bleiben im Vordergrund

Etwa zwei Drittel der Verbraucher sahen angesichts der Katastrophe in Japan keinerlei Grund, ihr Konsumverhalten beim Strom überhaupt zu verändern. Ganz ohne Effekt blieb die Kernschmelze jedoch nicht. So konnte sich die Ökostrom-Quote bei denjenigen Kunden, die grundsätzlich zu einem Stromanbieterwechsel bereit sind, in etwa verdoppeln, so die Studie weiter. Unter dem Strich will der Großteil der Kunden aber in Zeiten steigender Strompreise eher einen günstigen Stromanbieter haben. Die Wechselbereitschaft insgesamt scheint unterdessen anzusteigen. Der Studie zufolge haben inzwischen rund 25 Prozent der Kunden den Stromanbieter mindestens einmal gewechselt.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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