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Windparks: Netzbetreiber hat Probleme beim Anschluss

Windparks: Netzbetreiber hat Probleme beim Anschluss16.11.2011, 15:22 Uhr

  Die Anbindung von Windkraftanlagen auf See ist immer eine technische und logistische Herausforderung. Der Energienetzbetreiber Tennet sieht künftig größere Probleme beim Anschluss der Windparks. In der bisherigen Form sei die Errichtung von Anschlüssen nicht länger möglich, so ein Brief der Geschäftsleitung von Tennet an die Bundesregierung, der von der „Süddeutschen Zeitung“ zitiert wurde. Der Brief war neben dem Kanzleramt auch an das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium gerichtet. Darin verleiht das Unternehmen seiner Besorgnis Ausdruck, dass es künftig ernsthafte Engpässe bei der Anbindung der Windparks an das Stromnetz geben könnte. Zum einen gebe es Probleme bei der Kapitalbeschaffung, zum anderen treibe die zunehmende Zahl an Petitionen die Beteiligten an die Grenzen der Ressourcen.
 

Windparks müssen an das Stromnetz angeschlossen werden

Der niederländische Netzbetreiber Tennet hat im vergangenen Jahr das Höchstspannungsnetz des deutschen Stromanbieters E.ON übernommen, das etwa eine Gesamtlänge von 11.000 Kilometern umfasst. Somit sind die Niederländer für den Anschluss aller Windparks in der Nordsee verantwortlich. Weitere große Stromnetzbetreiber in Deutschland sind die Firmen Amprion, 50 Hertz Transmission und die Netzsparte des Energiekonzerns EnBW. Der beschleunigte Ausbau der Windkraftanlagen auf See ist ein wichtiger Aspekt im Energiekonzept der Bundesregierung, mit dem die Energiewende durchgeführt werden soll. Die Windbedingungen auf See sind deutlich besser und zuverlässiger als an Land, weswegen die Ausbeute an Strom hier höher ausfällt. Außerdem gibt es weniger Probleme mit Anwohnern, die nicht im Schatten der Propeller leben möchten. Andererseits ist der Bau, die Wartung und der Anschluss an das Stromnetz aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, Witterungseinflüsse und dem Einfluss von Salzwasser deutlich komplizierter als an Land.
 

Grüne fordern Ausschreibung

In dem Schreiben an die Bundesregierung fordert der Netzbetreiber Tennet einen geordneten Ausbau- und Entwicklungsplan für Offshore-Windkraftanlagen. Zudem müsse die Finanzierung auf mehrere Partner verteilt werden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ weiter berichtet, fordern die Grünen angesichts der Schwierigkeiten, die Tennet offenbar hat, eine öffentliche Ausschreibung für die Anbindung von Windparks an das Stromnetz. Wenn Tennet damit nicht mehr zurechtkomme, müsse die Aufgabe von anderen gelöst werden, so eine Politikerin der Grünen gegenüber der SZ.



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