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BDEW erwartet weiter steigende Strompreise

BDEW erwartet weiter steigende Strompreise21.11.2011, 18:09 Uhr

  Die Strompreise werden für die deutschen Kunden auch künftig weiter ansteigen, meint Hildegard Müller, die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Gegenüber dem ARD-Morgenmagazin äußerte sie am Montag die Erwartung, dass die Förderung der erneuerbaren Energien und der dringend notwendige Netzausbau die Kosten weiter nach oben treiben werden. Ferner warnte sie davor, kurzfristig weitere Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Dies könne die Versorgungssicherheit im bevorstehenden Winter gefährden, so Müller.
 

Neue Stromnetze dringend erforderlich

Die bisher abgeschalteten Atomkraftwerke schlagen laut Frau Müller mit 8.000 Megawatt zu Buche, die nun irgendwie im Stromnetz ersetzt werden müssten. Man dürfe aus Gründen der Wahrheitstreue auch nicht verschweigen, dass man für die nähere Zukunft weiterhin auf Gas- und Kohlekraftwerke angewiesen sein werde. Besonders beim Ausbau der Netze forderte die BDEW-Geschäftsführerin deutlich mehr Tempo von der Energiewirtschaft. Es sei der Neubau von „Hunderttausenden Kilometern“ an Stromleitungen erforderlich, um den Strom aus neuen Solar- und Windkraftanlagen ins Netz einspeisen zu können, zumal die Stromerzeugung dadurch zunehmend dezentralisiert werde. Von der Bundesnetzagentur erwartet der BDEW demzufolge eine klarere Regulierung des Strommarktes sowie von Behörden die schnellere Abwicklung von Genehmigungsverfahren für Windparks.
 

Strompreise weiterhin vergleichen

Die Kosten für den Ausbau der Stromnetze werden vermutlich zu einem guten Teil auch über die Strompreise finanziert werden müssen. Manche Experten erwarten allerdings keine signifikanten Effekte, weil die Finanzierung über viele Jahre hinweg gestreckt würde und somit die kurzfristigen Belastungen für die Stromkunden nicht sehr hoch ausfallen müssen. Dies ist jedoch nur die Theorie. Es könnte auch sein, dass die Stromanbieter und Netzbetreiber ihre Kosten möglichst schnell wieder kompensieren möchten und dann die Strompreise entsprechend anheben. In jedem Fall bleibt es sinnvoll, die Strompreise nach wie vor weiter zu vergleichen, um den Wettbewerb der Stromanbieter untereinander weiter zu befördern.



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