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Stromanbieter E.ON entlässt bis zu 1.500 Mitarbeiter in München

Stromanbieter E.ON entlässt bis zu 1.500 Mitarbeiter in München22.11.2011, 15:51 Uhr

  Als vor rund drei Monaten das Halbjahresergebnis verkündet wurde, kündigte die Leitung des größten deutschen Energiekonzerns einen umfassenden Sparkurs und den Abbau von weltweit bis zu 11.000 Arbeitsplätzen an. Der Stromanbieter E.ON beabsichtigt unter anderem, diverse Niederlassungen in verschiedenen deutschen Städten zu schließen. Auch die erst im Jahr 2006 in ein nagelneues Verwaltungsgebäude umgezogene Konzerntochter E.ON Energie in München soll vom Stellenabbau massiv betroffen sein und komplett aufgelöst werden. Seit heute ist klar, dass mindestens 1.000 und möglicherweise bis zu 1.500 Arbeitsplätze in München gestrichen werden sollen. Damit werden die schlimmsten Befürchtungen der Beschäftigten noch übertroffen.
 

Stromanbieter informiert Beschäftigte

Insgesamt arbeiten etwa 2.500 Mitarbeiter in den diversen Niederlassungen von E.ON in München, von denen unter Umständen dann nur noch 1.000 Beschäftigte übrig bleiben könnten, falls die Streichungspläne in vollem Umfang umgesetzt werden. Alleine bei E.ON Energie arbeiten derzeit rund 400 Mitarbeiter. Am Dienstag Nachmittag wurden die Betroffenen auf Betriebsversammlungen informiert. Die geschockten Vertreter der Arbeitnehmerschaft reagierten mit eine Ankündigung von massivem Widerstand gegen die Pläne des Stromanbieters. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, verlangen die Beschäftigten nach Aussage des stellvertretenden Betriebsratschefs von E.ON Energie, Martin Cegla, dass der Stellenabbau sozialverträglich gestaltet werde.
 

Arbeitnehmer entsetzt von Entlassungsplänen

In den nächsten Tagen wollen die Arbeitnehmervertreter ein Gegenkonzept vorlegen, bei dem ein erheblicher Teil der bisherigen Aufgaben im Geschäftsbereich von E.ON in München verbleiben könnte. Der Stromanbieter möchte die Aktivitäten allerdings in Essen konzentrieren. Doch das Unternehmen lädt qualifizierte Mitarbeiter ausdrücklich dazu ein, einen Umzug ins Auge zu fassen. E.ON-Vorstand Bernhard Reutersberg sagte der „Süddeutschen Zeitung“, dass man am Wechsel möglichst vieler qualifizierter Beschäftigter nach Essen interessiert sei. Für diejenigen, für die ein Umzug nicht in Frage komme, sehe der Stromanbieter ein sozialverträgliches Ausscheiden vor. Der Konzern fühle sich verantwortlich für seine Mitarbeiter und wolle mit dem Betriebsrat möglichst schnell über den Aufbau einer Transfergesellschaft und entsprechende Vermittlungsangebote beraten, so Reutersberg. Dennoch sieht E.ON den Freistaat Bayern nach wie vor als wesentlichen Standort für das Unternehmen an. In München verbleiben sollen beispielsweise die Niederlassungen der IT-Tochter und von E.ON Bayern, wobei auch sie an eine neue – und günstigere – Adresse umziehen werden.



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