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Stromanbieter E.ON verhandelt mit Gewerkschaften

Stromanbieter E.ON verhandelt mit Gewerkschaften29.11.2011, 16:25 Uhr

  Heute hat Deutschlands größter Stromanbieter die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften Verdi, IG BCE sowie dem Arbeitgeberverband begonnen. Dabei soll unter anderem über die bevorstehenden Stellenstreichungen gesprochen werden, die der Energiekonzern in Deutschland vornehmen will. Ziel der Arbeitnehmervertretung ist es, zu erreichen, dass das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und mögliche Entlassungen mit regionalen Konzepten für die Beschäftigungsförderung abgefedert werden. E.ON hat bereits zugesichert, die aus Unternehmenssicht notwendigen Entlassungen möglichst sozialverträglich zu gestalten. Prinzipiell will der Stromanbieter aber an seinen Plänen für die Einsparungen festhalten.
 

Stromanbieter entlässt weltweit 11.000 Mitarbeiter

In aller Welt will der Energiekonzern rund 11.000 Stellen abbauen, davon werden geschätzte 6.500 Arbeitsplätze auf deutsche Standorte entfallen. Nach dem schlechten Halbjahresergebnis hatte der Stromanbieter angekündigt, seinen geplanten Sparkurs noch zu verschärfen und die Verwaltung deutlich zu straffen. Sowohl am Hauptsitz der Firma in Düsseldorf als auch an weiteren Standorten in Düsseldorf, Hannover und München wird es zu Entlassungen und Schließungen von Niederlassungen kommen, wenn die vorliegenden Pläne wie geplant umgesetzt werden. Die Arbeitnehmervertretung hatte den Konzern scharf kritisiert, weil die Kürzungsvorhaben nicht mit den Gewerkschaften abgesprochen wurden. Zudem gab es Zweifel an der Notwendigkeit für Stellenstreichungen, weil der Stromanbieter trotz Atomausstieg und Einbußen im Gasgeschäft noch immer erhebliche Gewinne verzeichnen kann.
 

Strategische Neuausrichtung für den Stromanbieter

Während in Deutschland also Niederlassungen und Tochterfirmen geschlossen oder mit anderen E.ON-Geschäftsbereichen zusammengelegt werden sollen, plant der Energiekonzern bereits im Ausland neue Investitionen in Milliardenhöhe. Obwohl die Abschaltung der ältesten Atomkraftwerke in Deutschland zusätzliche Kosten verursacht, hatte der Vorstandsvorsitzende von E.ON, Johannes Teyssen, bereits vor der Entscheidung für den Atomausstieg eine umfassende strategische Neuausrichtung für den Stromanbieter verkündet. Dass damit auch Einschnitte verbunden sein würden, war den Gewerkschaften durchaus bewusst, doch die hohe Zahl der Entlassungen hatte bei Bekanntwerden der Pläne alle Befürchtungen noch weit übertroffen.



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