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Stromanbieter RWE baut 8000 Arbeitsplätze ab

Stromanbieter RWE baut 8000 Arbeitsplätze ab05.12.2011, 15:22 Uhr

  In den kommenden Jahren will der Energiekonzern RWE rund 8000 seiner insgesamt 72.000 Stellen abbauen, wie die „Rheinische Post“ am Wochenende unter Berufung auf Gewerkschaftskreise gemeldet hat. Demnach komme am 12. Dezember der Aufsichtsrat zu einer Beratung über die Beschäftigungsentwicklung und den mittelfristigen Ausblick bis zum Jahr 2014 zusammen. Wie die Zeitung weiter schreibt, soll alleine das Desinvestitions-Programm für einen Abbau von 3000 bis 4000 Stellen sorgen. Bereits im August hatte der Stromanbieter angekündigt, sich bis zum Ende des Jahres 2013 von Beteiligungen im Wert von rund 11 Milliarden Euro zu trennen.
 

Stromanbieter will keine Entlassungen

Der Sprecher des Energiekonzerns, Volker Heck, bestätigte den Stellenabbau, wollte sich aber nicht auf Zahlen festlegen lassen. So sei die Reduzierung des Personalbestands eine Folge bekannter Entscheidungen, so der Sprecher. Der Stellenabbau beim Stromanbieter soll darüber hinaus auch nicht gleichbedeutend mit Entlassungen sein. So trennt sich RWE künftig zwar von seinen Beteiligungen an verschiedenen Konzernen und Projekten, darunter diverse Gas- und Kohlekraftwerke. Für die Mitarbeiter der betroffenen Firmen ändere sich aber lediglich der Arbeitgeber, so der Konzern.
 

Große Stromanbieter verkünden Sparmaßnahmen

Alle vier großen Stromanbieter haben nach der Entscheidung zum Atomausstieg erhebliche Gewinneinbrüche zu verzeichnen und haben Sparmaßnahmen inzwischen angekündigt oder bereits verwirklicht, wenngleich einige Vorhaben in der Umstrukturierung der Energiekonzerne bereits vor dem Aus für die Atomkraftwerke beschlossen worden waren. So haben auch die anderen beiden deutschen Atomstromproduzenten EnBW und E.ON mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Besonders bei E.ON macht sich der drastische Konzernumbau auch in einem massiven Stellenabbau bemerkbar. Der vierte Atomkonzern, der schwedische Stromanbieter Vattenfall, hat inzwischen ebenfalls Schließungen von Konzernniederlassungen verkündet.



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