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Stromanbieter E.ON verkauft bulgarische Tochterfirma

Stromanbieter E.ON verkauft bulgarische Tochterfirma05.12.2011, 17:03 Uhr

  Im Rahmen seiner konzernweiten Umstrukturierung hat sich der Stromanbieter E.ON von seiner bulgarischen Tochterfirma getrennt. Wie der Konzern mitteilte, wird das Unternehmen E.ON Bulgaria für einen Betrag von 133 Millionen Euro den Besitzer wechseln. Käufer ist demnach der tschechische Energieversorger Energo-Pro. Der E.ON-Ableger in Bulgarien hat seinen Sitz in Varna und unterhält ein Stromnetz im Nordosten Bulgariens, das eine Länge von insgesamt 42.000 Kilometern umfasst. Im Jahr 2010 konnte der Stromanbieter rund 5,3 Milliarden Kilowattstunden Strom absetzen.
 

Stromanbieter richtet sich neu aus

Erst im Jahr 2004 hatte der deutsche Energiekonzern im Rahmen der Privatisierung der bulgarischen Energiewirtschaft die Mehrheit an einem Netzbetreiber und einer Vertriebsgesellschaft erworben. Der Verkauf ist Bestandteil des Konzernumbaus, den E.ON-Chef Johannes Teyssen vor einigen Monaten verkündet hat. Damit soll der Stromanbieter insgesamt eine neue strategische Ausrichtung erhalten. Derzeit sorgen vor allem die ausgeprägten Sparmaßnahmen für Aufsehen, die nach dem schlechten Halbjahresergebnis beschlossen worden waren. Obwohl über mögliche Schließungen von Konzernniederlassungen schon zuvor spekuliert wurde, überraschte der Umfang des geplanten Stellenabbaus vor allem die Gewerkschaftskreise, die zuvor nicht unterrichtet worden waren.
 

Gewerkschaften kritisieren Stromanbieter wegen Stellenabbau

Der Stromanbieter plant, in den kommenden Jahren 11.000 Arbeitsplätze im ganzen Konzern abzubauen. Allein in Deutschland werden Schätzungen zufolge rund 6500 Stellen wegfallen. Derzeit stehen E.ON und die Gewerkschaften in Verhandlungen über das genaue Vorgehen bei den Einsparungen. Die Arbeitnehmervertreter verlangen vom Energiekonzern den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Zudem werfen sie dem Unternehmen vor, dass der Stellenabbau nicht wirklich notwendig sei. Zwar habe es einen deutlichen Gewinnrückgang gegeben, doch verdiene der Konzern noch immer Milliarden, so die Ansicht der Gewerkschaften. E.ON will bis Ende 2013 einen Erlös von rund 15 Milliarden Euro allein aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen erzielen.



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