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Höhere Strompreise: Bundesnetzagentur-Chef Kurth empfiehlt Wechsel

Höhere Strompreise: Bundesnetzagentur-Chef Kurth empfiehlt Wechsel06.12.2011, 14:12 Uhr

  In den letzten Wochen und Monaten haben viele Stromanbieter angekündigt, ihre Strompreise zum Jahreswechsel anzuheben. Auch für die nähere Zukunft ist zu erwarten, dass weitere Energieversorger diesem Beispiel folgen werden. Begründet wird die Strompreiserhöhung zumeist mit den höheren Beschaffungskosten; der erneut – wenn auch nur geringfügig – gestiegenen EEG-Umlage sowie vor allem mit den zum Teil stark angehobenen Netzentgelten der Stromnetzbetreiber. Unter dem Strich wird die Stromrechnung also für viele Kunden wieder einmal höher ausfallen.
 

Kurth: Zu wenige Kunden wechseln ihren Stromanbieter

Dass dieses Schicksal nicht unausweichlich ist, darauf hat die Bundesnetzagentur schon oft hingewiesen. Einmal mehr hat der scheidende Chef der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, die Verbraucher im Falle steigender Strompreise zum Handeln aufgerufen. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“ beklagte er die mangelnde Wechselbereitschaft bei den deutschen Stromkunden. Demnach hätten im Jahr 2010 nur rund drei Millionen Verbraucher ihren Stromanbieter gewechselt. Dies sei nicht ausreichend, so Kurth. Mit rund 43 Prozent liege der Anteil der Kunden, die noch immer in den teuren Grundversorgungstarifen verharren, zu hoch. Diese Verbraucher versuchen nicht einmal, wenigstens bei ihrem bisherigen Versorger in einen Tarif zu wechseln, bei dem die Strompreise niedriger liegen.
 

Netzausbau wird Strompreise nicht stark belasten

Ferner sprach Kurth mit dem Magazin auch über die zu erwartenden Kosten für den künftigen Ausbau der Stromnetze. Speziell bezüglich der Nord-Süd-Verbindung, bei der neue Stromleitungen für den Stromtransport von Ökostrom aus Windkraftanlagen geplant sind, bezifferte der Präsident der Bundesnetzagentur die Gesamtkosten für das Übertragungsnetz auf etwa 40 Milliarden Euro. Auf die Strompreise sollte sich dieser Betrag Kurth zufolge aber nicht drastisch auswirken, weil diese Summe auf einen Zeitraum von zehn Jahren berechnet ist und somit nicht auf einmal anfällt. Die Belastung für die Haushalte durch den Netzausbau werde sich also in Grenzen halten.



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