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Strompreise: dena rechnet mit höherer EEG-Umlage

Strompreise: dena rechnet mit höherer EEG-Umlage09.12.2011, 15:41 Uhr

  Die Deutsche Energieagentur dena glaubt nicht daran, dass die maximale Höhe der EEG-Umlage langfristig bei 3,5 Cent je Kilowattstunde gehalten werden kann. Diesen Wert hatte die Bundesregierung in Gestalt von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesumweltminister Röttgen (beide CDU) im Sommer versprochen, um die Belastung der Strompreise durch die Ökostrom-Umlage zu begrenzen. Die dena sieht dies aber als ein Versprechen, das die Politik nicht einlösen können wird. Gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ erklärte der Chef der Energieagentur, Stephan Kohler, dass es nicht gelingen werde, die EEG-Umlage auf 3,5 Cent zu begrenzen.
 

EEG-Umlage könnte auf 5,5 Cent steigen

Kohler bezieht sich laut „Frankfurter Rundschau“ auf Berechnungen der dena, denen zufolge die EEG-Umlage bereits im Jahr 2013 einen Betrag von knapp 4 Cent je Kilowattstunde erreichen werde. Bis zum Jahr 2020 rechnet die Agentur sogar mit einem Anstieg auf 5 bis 5,5 Cent. Berücksichtigt man zudem die Mehrwertsteuer, würden die Strompreise dadurch für einen Durchschnittshaushalt mit drei Personen um 210 Euro im Jahr steigen. Die EEG-Umlage wird von fast allen Stromkunden bezahlt und soll den Ausbau der Erneuerbaren Energien fördern. Kritisiert wird von vielen Seiten der starke Anstieg der Umlage in den vergangenen Jahren. So war sie allein im Jahr 2010 um etwa 70 Prozent gestiegen, weil der Boom beim Solarausbau sich bemerkbar gemacht hat. Verbraucherschützer beklagen allerdings, dass die Strompreise dadurch für den Normalverbraucher stark gestiegen sind, während die Solaranlagen nur einen verschwindend geringen Anteil an der Gesamtstromerzeugung aufbringen.
 

Strompreise erst kürzlich wegen EEG-Umlage gestiegen

Für dieses Jahr hatte die Politik schon einmal ein Versprechen bezüglich der EEG-Umlage gemacht. Nachdem man für Kürzungen bei der Solarförderung gesorgt hatte und die überaus starke Steigerung von 2010 für nicht repräsentativ hielt, war man auf Seiten der Bundesregierung optimistisch, dass die Ökostrom-Umlage in diesem Jahr nicht steigen würde oder sogar leicht gesenkt werden könnte. Doch weder das eine noch das andere trat ein, denn die Umlage wurde prompt wieder erhöht – wenngleich nur um einen eher geringen Betrag. Die Strompreise waren Anfang des Jahres für viele Kunden gestiegen, weil ein Großteil der Stromanbieter die Erhöhungen direkt auf seine Stromtarife aufgeschlagen hatte.



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