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Stromanbieter E.ON baut in Deutschland 6.000 Arbeitsplätze ab

Stromanbieter E.ON baut in Deutschland 6.000 Arbeitsplätze ab12.12.2011, 17:01 Uhr

  Die genaue Zahl war bislang ebenso unklar wie die exakte Form des Stellenabbaus, der nun auf rund 6.000 Beschäftigte des größten deutschen Energiekonzerns zukommt. Einem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge plant der Stromanbieter, bis zu 3.000 Mitarbeiter in den Vorruhestand zu schicken. Weitere 2.500 Beschäftigte sollen in eine Transfergesellschaft übernommen werden. Die restlichen 500 Stellen sollen durch die Nichtverlängerung befristeter Verträge wegfallen. Am Montag will der Aufsichtsrat des Unternehmens über die Einsparungen beraten, die der Vorstand plant. Vorstandschef Johannes Teyssen hatte bereits im August nach Vorlage des schlechten Halbjahresergebnisses angekündigt, dass der Energiekonzern weltweit rund 11.000 Arbeitsplätze abbauen wird.
 

Stromanbieter will Einsparungen durchziehen

Ob es dem Stromanbieter letztlich gelingen wird, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, ist noch nicht abzusehen. Fakt ist, dass der Konzern den Arbeitnehmervertretern zugesichert hat, den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich abzuwickeln. Diverse Niederlassungen in größeren Städten bleiben zwar voraussichtlich erhalten, werden aber stark verkleinert. Kleinere Standorte sind allerdings nach wie vor von der kompletten Schließung bedroht. Ein wichtiger Teil des Sparprogramms von Konzernchef Teyssen bedingt eine Verkleinerung der Verwaltung des Unternehmens. Die Gewerkschaften und Betriebsräte waren von dem Ausmaß des geplanten Stellenabbaus im August völlig überrascht worden. Da die Firmenleitung die Arbeitnehmervertreter zuvor nicht über die Pläne informiert hatte, war es daraufhin zu Unstimmigkeiten gekommen.
 

Alle großen Stromanbieter von Energiewende betroffen

E.ON ist nicht der einzige Stromanbieter, der nach der Entscheidung zur Energiewende und dem Atomausstieg mit finanziellen Einbußen zu kämpfen hat. Auch der zweitgrößte Energiekonzern RWE will Stellen abbauen, dabei aber keine Entlassungen vornehmen. Vielmehr sollen die Stellen durch Verkäufe von Unternehmensteilen und anderen Maßnahmen aus dem Konzern ausgegliedert werden, ohne dass die Arbeitnehmer dabei zwangsläufig ihren Job verlieren. Der dritte deutsche Atomkonzern EnBW schreibt unterdessen weiterhin rote Zahlen. Über einen etwaigen Stellenabbau ist hier allerdings noch nichts Konkretes bekannt.



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