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Oettinger: Solarindustrie hat Ende des Wachstums erreicht

Oettinger: Solarindustrie hat Ende des Wachstums erreicht14.12.2011, 13:58 Uhr

  Der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) ist der Ansicht, dass die deutsche Solarindustrie am Ende ihres Wachstums angekommen ist. Dies erklärte der Politiker gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“. Anstelle weiteren Wachstums wie in den vergangenen Jahren, müsse man schon froh sein, wenn die Zahl der Arbeitsplätze künftig gehalten werden könne. Dies sei dann schon ein großer Erfolg, so Oettinger. Grund für diese Entwicklung sei die Tatsache, dass es außerhalb von Europa immer Fertigungen geben werde, die günstiger sind. Von einem weiteren Wachstum der Solarindustrie in Deutschland könne daher nicht ausgegangen werden. Zudem lehnte er erneut staatliche Hilfen für die Solarunternehmen ab. Von Subventionen halte er grundsätzlich nichts, sagte Oettinger weiter.
 

Chinesen machen günstigere Preise für Solaranlagen

In der Tat ist trotz eines erheblichen Zuwachses beim Bau von Solaranlagen in Deutschland in den vergangenen Jahren die Goldgräberstimmung bei den Herstellern solcher Anlagen längst vergangen. Hersteller aus Asien, allen voran China, sind in der Lage, Solarmodule und andere benötigte Komponenten zum Teil deutlich billiger herzustellen als deutsche und europäische Firmen. Dadurch kommt es zu der absurden Situation, dass manche Fabrik für Solarmodule inzwischen schon in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, obwohl immer noch weitere Solaranlagen installiert werden. Doch nicht nur die Konkurrenz aus Asien ist ein Problem für die Solarindustrie. Auch die fetten Jahre der Solarförderung werden in absehbarer Zeit ihr Ende erreichen. Zwar lohnt es sich noch immer, eine Solaranlage zu installieren, weil die garantierte Einspeisevergütung immerhin für zwanzig Jahre gezahlt wird, doch der Goldesel der letzten Jahre ist müde geworden.
 

Solarförderung soll Strompreise künftig weniger belasten

Die Bundesregierung hat die Solarförderung bereits deutlich zusammengestrichen. Sie ist im Vergleich zu den Fördersätzen der Vorjahre mittlerweile stark zurückgegangen. Zum einen sieht die Bundesregierung den Zweck der Förderung mithin erfüllt, der Solarindustrie zu einem Durchbruch auf dem Markt zu verhelfen. Zum anderen wächst die Kritik von Verbraucherverbänden an der Einspeisevergütung zunehmend, weil diese über die EEG-Umlage auf die Strompreise aller Endverbraucher finanziert wird. Für die starke Erhöhung im vergangenen Jahr machen Experten beispielsweise hauptsächlich die Solarförderung verantwortlich. Beklagt wird vor allem das Missverhältnis zwischen dem hohen Anteil, den diese Förderung an den Strompreisen hat, und dem Anteil von Solarstrom an der Gesamtstromerzeugung, der eher gering ist.



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