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Stromanbieter E.ON investiert 7 Milliarden in Ökostrom15.12.2011, 16:44 Uhr
Trotz der Einschnitte durch das Sparprogramm will der größte deutsche Energiekonzern in den kommenden fünf Jahren eine Summe von sieben Milliarden Euro in Ökostrom investieren. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit würde der Stromanbieter sein bisheriges Engagement stabil halten, da er in den vergangenen Jahren in etwa die gleiche Summe in erneuerbare Energien investiert hat. In erster Linie will der Konzern mit den Investitionen den Ausbau von Windkraftanlagen auf hoher See fördern. Geplant ist, dass der Stromanbieter etwa alle 18 Monate einen neuen Windpark in Betrieb nimmt.
Stromanbieter investiert und baut 11.000 Stellen ab
Milliardeninvestitionen auf der einen Seite, hartes Sparprogramm auf der anderen Seite. Im Sommer legte der Energiekonzern ein verhältnismäßig schlechtes Halbjahresergebnis vor, das den Entschluss der Firmenleitung zur Durchsetzung harter Sparmaßnahmen bekräftigt hat. Nach dem Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg waren die Gewinne von E.ON erheblich geschrumpft. Teil der Einsparungen ist ein umfangreiches Programm zum Stellenabbau. Insgesamt 11.000 Arbeitsplätze will der Stromanbieter in aller Welt abbauen, davon rund 6.000 Stellen in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden, doch wirklich ausschließen will der Konzern derzeit nichts. Zunächst sollen Arbeitnehmer über Vorruhestand oder Auffanggesellschaften aus dem Konzern ausscheiden, ohne dass Entlassungen vorgenommen werden müssen.
Neuausrichtung beim Stromanbieter nimmt Gestalt an
Weiterhin baut der Stromanbieter seine gesamte strategische Ausrichtung um und will sich künftig mit Milliardeninvestitionen im Ausland eine zukunftssichere Position am Weltmarkt sichern. Gleichzeitig stößt der Energiekonzern Beteiligungen ab und trennt sich von verschiedenen Sparten. So gab es zu Beginn der Woche Berichte über eine mögliche Übernahme des E.ON Gasnetzes durch den Allianz-Konzern. Die großen Energiekonzerne in Deutschland trennen sich alle mehr oder weniger gründlich von ihren Versorgungsnetzen. Dies hat unter anderem mit Forderungen der Europäischen Union zu tun, die durch die monopolistischen Strukturen bei den Versorgungsnetzen den Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt behindert sehen.