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Stellenabbau bei Stromanbieter RWE wird konkret16.12.2011, 15:56 Uhr
Der geplante Abbau von Stellen im RWE-Konzern nimmt Gestalt an. Wie der Stromanbieter mitteilte, wird die Kraftwerkstochter von RWE Power in den kommenden fünf Jahren rund 1000 der insgesamt 17.000 Arbeitsplätze abbauen. RWE Power gilt als der größte Stromproduzent in Deutschland. Zur Begründung für den Personalabbau teilte das Unternehmen mit, dass die geänderten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Stilllegungen von Altanlagen sowie das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern zu der Reduzierung der Arbeitsplätze führen müsse. Der Chef von RWE Power, Lambertz, erklärte dazu, dass vor allem der Atomausstieg dem Stromanbieter zu Schaffen mache. Aber auch die Vollauktionierung der CO2-Zertifikate habe die Lage schwieriger gemacht.
Stromanbieter plant umfangreichen Stellenabbau
Anfang Dezember hatte der Stromanbieter angekündigt, rund 8.000 der insgesamt 72.000 Arbeitsplätze im gesamten RWE-Konzern abbauen zu wollen. Demnach will der Energieversorger vor allem über Desinvestitionen eine Zahl von drei- bis viertausend Stellen streichen. Weiterhin will sich das Unternehmen von zahlreichen Beteiligungen trennen. Allerdings wies man seitens RWE darauf hin, dass ein Abbau von Stellen im Konzern nicht gleichbedeutend mit einem Arbeitsplatzverlust sein müsse. Für die meisten Mitarbeiter ändere sich nur der Arbeitgeber, während andere Stellen altersbedingt oder anderweitig sozialverträglich gestrichen werden sollen. Auf betriebsbedingte Kündigungen möchte der Energiekonzern offenbar nach Möglichkeit verzichten.
Atomausstieg belastet Energiekonzerne
Alle vier großen Stromkonzerne haben durch den Atomausstieg mit erheblichen Verlusten zu kämpfen. Besonders hart trifft es den Stromanbieter EnBW, der tatsächlich rote Zahlen schreibt, während Vattenfall, RWE und E.ON „nur“ mit Gewinnrückgängen fertig werden müssen. Im Falle von Deutschlands größtem Energiekonzern E.ON soll dies unter anderem durch einen massiven Stellenabbau geschehen. Insgesamt 11.000 Arbeitsplätze in aller Welt sollen wegfallen, davon rund 6.000 alleine an deutschen Standorten. Auch hier will man möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen und setzt auf Auffanggesellschaften, Vorruhestand und andere Maßnahmen.