Bis zu 600 Euro sparen!
Jetzt Stromanbieter vergleichen.
Völlig kostenlos und unverbindlich!
Strompreisrechner
Mit einem Strompreisvergleich bares Geld sparen
Stromanbieter E.ON unterliegt im Rennen um portugiesischen Versorger23.12.2011, 11:57 Uhr
Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hatte eigentlich vor, beim portugiesischen Stromanbieter EDP einzusteigen. Doch nun hat ein chinesisches Unternehmen die Deutschen ausgestochen und mit 2,7 Milliarden Euro ein um etwa 200 Millionen Euro höheres Gebot abgegeben. Künftig wird somit der chinesische Wasserkraft-Erzeuger Three Gorges zum Hauptaktionär von EDP werden und einen Anteil von 21,35 Prozent halten. Wie verschiedene Medien, darunter auch die „Financial Times Deutschland“, berichten, hatte sich sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der portugiesischen Regierung für das Angebot von E.ON eingesetzt. Offenbar wogen diese Argumente aber nicht so schwer wie das bessere Angebot der chinesischen Konkurrenz.
Stromanbieter bleibt bei seiner Strategie
Der Vorstandsvorsitzende von E.ON, Johannes Teyssen, hat sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass sein Stromanbieter den Kürzeren gezogen hat. Er selbst habe eine Zusammenarbeit mit EDP für sehr sinnvoll gehalten, sagte er in einer Mitteilung zu dem Thema. Allerdings halte E.ON sich bei seinen Geboten an die Maßgabe, nicht mehr für ein Unternehmen zu bieten, als nach Ansicht des Konzerns marktgerecht wäre. Nach der Ablehnung des Angebots für den portugiesischen Stromanbieter ändere sich nichts an dieser Strategie, so Teyssen weiter. Vielmehr werde man sie noch konsequenter umsetzen. Man werde sich weiter auf die Profitabilität von E.ON konzentrieren, sowie auf Investitionen in regenerative Energien und ausgewählte Märkte, bei denen ein Wachstum zu erwarten sei.
Sparprogramm wird umgesetzt
Der Energiekonzern E.ON hat nach dem Atomausstieg sein Sparprogramm forciert und angesichts hoher Gewinneinbußen den Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätzen in aller Welt angekündigt. Rund 6000 Stellen werden davon in Deutschland abgebaut. Gleichzeitig will der Stromanbieter sich aber auf Investitionen in Milliardenhöhe konzentrieren, um weiterhin konkurrenzfähig im internationalen Wettbewerb zu bleiben. Gleichzeitig wirbt das Unternehmen derzeit um neue Kunden und versucht, die Strompreise im Direktvertrieb möglichst gering zu halten. Damit will man sowohl den Stromdiscountern entgegentreten als auch der zunehmenden Herausforderung durch kommunale Stromversorger begegnen.