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Dena: Strompreise steigen bis 2020 um ein Fünftel

Dena: Strompreise steigen bis 2020 um ein Fünftel28.12.2011, 11:10 Uhr

  Nach Einschätzung der Deutschen Energieagentur (Dena) werden die Strompreise in Deutschland bis zum Jahr 2020 um rund 20 Prozent ansteigen. In der Strompreiserhöhung vieler Stromanbieter zum Jahreswechsel sei bereits ein langfristiger Trend zu erkennen, so die Agentur. Es sei daher notwendig, Programme für eine bessere Energienutzung ins Leben zu rufen. Besonders das Stromsparen in privaten Haushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben müsse unterstützt werden. Auch die öffentliche Hand habe beim Energiesparen Nachholbedarf. Insgesamt sieht die Dena auf diesem Gebiet ein Einsparpotenzial von bis zu fünfzig Prozent. Die Energiewende wird nach Ansicht vieler Energieexperten die Kosten für die Verbraucher weiter nach oben treiben. Dies hängt vor allem mit den erforderlichen Investitionen zusammen, die auf die Energieversorger zukommen.
 

Stromanbieter scheuen Investitionen in Gaskraftwerke

Nicht nur die stets erwähnten Stromnetze müssen weiter ausgebaut werden, damit der Ökostrom aus erneuerbaren Energien auch die Endkunden erreichen kann, sondern auch neue fossile Kraftwerke müssen zur Überbrückung gebaut werden, um den Ausfall der abgeschalteten Atomkraftwerke zu kompensieren. Neben Kohlekraftwerken sollen dies in erster Linie Gaskraftwerke sein, da diese als technisch sehr geeignet zum Ausgleich kurzfristiger Stromschwankungen gelten. Problematisch hierbei ist, dass vor allem die großen Stromanbieter kein übermäßiges Interesse am Bau solcher Gaskraftwerke zeigen, weil sie fürchten, die Kosten für diese Investitionen nicht wieder hereinholen zu können.
 

Netzausbau lässt Strompreise nicht stark steigen

Je mehr Ökostrom in den kommenden Jahren hinzukommen wird, desto weniger werden die neuen Gaskraftwerke ausgelastet werden können, zumal der Strom aus erneuerbaren Energien bevorzugt eingespeist wird. Die Kosten für den Netzausbau sehen hingegen nicht alle Fachleute als großen Kostenfaktor für die Stromkunden. So hat der scheidende Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, in einem Zeitungsinterview kürzlich vorgerechnet, dass die Investitionen in die neuen Stromnetze über mindestens zehn Jahre hinweg gestreckt werden und somit die Strompreise nicht signifikant steigen lassen würden. Für die Endkunden werde der Netzausbau unter dem Strich nur mit einem geringen Jahresbetrag zu spüren sein, so Kurth.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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