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Strompreisrechner
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Gas- und Strompreise zum Jahresbeginn vielerorts gestiegen02.01.2012, 17:30 Uhr
Viele Kunden müssen nach dem Jahreswechsel deutlich mehr für Gas und Strom bezahlen als im Vorjahr. Bereits vor einigen Wochen hatten zahlreiche Gas- und Stromanbieter entsprechende Mitteilungen an ihre Kunden verschickt. Zum 1. Januar 2012 sind die Strompreise bei insgesamt 139 Energieversorgern um 4 Prozent im Durchschnitt gestiegen. Bei einem angenommenen Musterverbrauch von jährlich 4.000 Kilowattstunden macht das für den Stromkunden einen Mehrbetrag von rund 36 Euro im Jahr aus. Aber auch 84 Gasanbieter haben ihre Tarife wegen höherer Beschaffungskosten teilweise kräftig erhöht. Hier machen die durchschnittlich neun Prozent für den Verbraucher mit 20.000 Kilowattstunden Jahresbedarf eine Preissteigerung von rund 111 Euro aus.
Strom- und Gaspreise sorgfältig vergleichen
Sowohl die Gaspreise als auch die Strompreise werden nach Ansicht von Fachleuten auch weiterhin eher steigen als sinken. Dennoch gibt es für Verbraucher die Möglichkeit, Geld zu sparen. Bei einer Gas- oder Strompreiserhöhung hat jeder Kunde ein Sonderkündigungsrecht, das allerdings auch rechtzeitig ausgeübt werden muss. Darüber hinaus sollte man langfristige Vertragsbindungen auch bei Preisgarantien vermeiden, denn in der Regel lohnt es sich eher, den Versorger zwischendurch zu wechseln, als auf eine Preisgarantie zu vertrauen, die möglicherweise von anderen Anbietern unterboten werden kann. In jedem Fall sollte dem Wechsel ein sorgfältiger Vergleich der Gas- bzw. Strompreise mit einem seriösen Tarifrechner vorausgehen. Dabei ist es auch wichtig, nicht nur auf die Gaspreise oder Stromtarife zu achten, sondern auch auf die Geschäftsbedingungen der Energieversorger. Wer möchte, kann natürlich auch die entsprechenden Optionen für die Anzeige von Bonuszahlungen und anderen Extras miteinbeziehen oder bewusst aussparen, um den tatsächlichen Nettopreis zu ermitteln. Abzuraten ist wegen des Ausfallrisikos von Vorkassetarifen.
Kunden müssen ihre Möglichkeiten nutzen
Obwohl die Energiepreise insgesamt im Jahr 2011 stark gestiegen sind, sieht beispielsweise die Bundesnetzagentur ein erhebliches Sparpotential in der Ausübung der Marktmacht durch die Verbraucher. Je mehr Kunden ihren Strom- oder Gasanbieter wechseln, desto eher müssen die Versorger sich auf den härteren Wettbewerb einstellen. Erste Erfolge sind beispielsweise auf kommunaler Ebene zu sehen, wo zahlreiche Stadtwerke daran arbeiten, die großen Energiekonzerne mit günstigeren Tarifen zu ärgern. Für die Kunden hat dies nur Vorteile, wie man an anderen Beispielen sehen kann. So hat der harte Wettbewerb bei Handy, Festnetz und Internet dazu geführt, dass sich heute quasi jeder eine Flatrate leisten kann, die alle Kosten abdeckt. Langfristig ist so etwas auch auf dem Strommarkt denkbar. Solange aber noch weniger als die Hälfte der Stromkunden ihren Versorger gewechselt hat und allzu oft in der teuren Grundversorgung verblieben wird, haben die Stromanbieter gar keinen Grund, günstigere Tarife anzubieten. Hier ist also der Verbraucher gefragt, aktiv zu werden.