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Iran verschärft Entwicklung der Energiepreise03.01.2012, 16:03 Uhr
Nicht nur die Strompreise belasten die Verbraucher immer stärker, sondern zunehmend auch die Gaspreise. Viele Versorger haben bereits eine Erhöhung der Tarife durchgeführt oder für die nähere Zukunft angekündigt. Experten erwarten, dass auch diejenigen Gasanbieter, die bislang ihre Preise stabil halten konnten, früher oder später die gestiegenen Beschaffungskosten weitergeben müssen. Bis dahin hilft den Kunden allerdings nach wie vor, die Gaspreise sorgfältig zu vergleichen und zumindest den Wettbewerbsdruck durch einen Gasanbieterwechsel zu erhöhen. Dennoch: Besonders die Politik großer Produzenten wie Gazprom, an der umstrittenen Ölpreisbindung festzuhalten, könnte für einen weiteren Preisschock sorgen.
Heizöl, Benzin und Diesel immer teurer
Nicht nur Käufer von Heizöl können ein Lied davon singen: Die Preise für Öl sind generell derzeit auf einem sehr hohen Niveau. Besonders betroffen waren 2011 davon die Fahrer von Dieselfahrzeugen, die inzwischen fast soviel für ihren Brennstoff zahlen müssen wie die Käufer von Benzin. Und ein Absinken des Ölpreises ist kaum zu erwarten. Im Gegenteil: Sollte die Situation mit dem Iran tatsächlich eskalieren, werden die Börsen einmal mehr verrückt spielen und die Kosten nach oben treiben. Besonders die Drohung, die Zufahrt zum Persischen Golf zu blockieren, würde einen Großteil der mit dem Schiff transportierten Ölmengen schlagartig vom Markt nehmen. Ob diese Drohung ernst zu nehmen ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Vereinigten Staaten haben bereits angekündigt, eine Blockade der internationalen Schifffahrtswege nicht zu tolerieren. Aber auch die arabischen Nachbarn im Persischen Golf würden einer solchen Blockade kaum tatenlos zusehen. Es könnte also sein, dass die Regierung in Teheran mit ihrer Politik nur einen Anstieg der Ölpreise beabsichtigt, um mehr Geld einzunehmen.
Iran treibt die Ölpreise weiter nach oben
Für die Entwicklung der Energiepreise ist die Wahrscheinlichkeit eines Konflikts nicht so entscheidend wie die pure Angst vor einer Verknappung. Dies lässt sich anhand der Panik an den Ölmärkten zu allen Zeiten nachweisen, die bei ähnlichen Krisen in der Region aufkam. Der Ölpreis ging immer nach oben, unabhängig davon, ob es wirklich zu einem Lieferengpass kam – und einen solchen gab es seit des Boykotts in den frühen 70ern nicht mehr. Schon jetzt sind die Ölpreise aber angesichts der ständigen Drohungen in der Irankrise gestiegen und die Nervosität ist nicht mehr zu übersehen. Bei einer länger andauernden Krise mit hohen Ölpreisen würden die Gaspreise in kurzer Zeit nachfolgen.