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Energieversorger Mainova erhöht Gas- und Strompreise zum März13.01.2012, 12:52 Uhr
Ab März wird es für Kunden des hessischen Energieversorgers Mainova teurer. Sowohl die Gas- als auch die Strompreise werden angehoben, teilte der Stromanbieter am Donnerstag mit. Konkret steigen die Stromtarife um 6,53 Prozent. Für einen Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch von 2500 Kilowattstunden im Jahr bedeutet dies Mehrkosten von über 40 Euro. Die Gaspreise steigen ebenfalls an, allerdings nicht ganz so stark. Hier beträgt die Erhöhung nach Angaben des Versorgers 3,4 Prozent. Bei einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas steigen somit die monatlichen Kosten um 4,31 Euro an. Bei einem Verbrauch von nur 7.000 Kilowattstunden fällt die Erhöhung mit drei Prozent (umgerechnet 1,51 Euro/Monat) etwas geringer aus.
Strompreise steigen wegen höherer Beschaffungskosten
Als Begründung für die Anhebung der Gas- und Strompreise nannte Mainova höhere Beschaffungskosten und gestiegene Netzentgelte. Zudem macht sich beim Strom die neue staatliche Umlage bemerkbar, mit der private Verbraucher und kleinere Gewerbebetriebe seit 1. Januar belastet werden. Nicht zuletzt spielt auch wieder die höhere Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz eine Rolle, die bereits vor einem Jahr sehr stark angestiegen war. Mainova ist nicht der einzige Stromanbieter, der seine Tarife erhöht. Zum Ende des vergangenen Jahres hatten zahlreiche Energieversorger ihre Kunden über Preiserhöhungen ab 1. Januar informiert.
Stromanbieter vergleichen und Geld sparen
Für Kunden gibt es die Möglichkeit, den Gas- bzw. Stromanbieter bei einer Erhöhung der Energiepreise zu wechseln. Von dieser Möglichkeit sollte nach Empfehlung von Verbraucherschützern und der Bundesnetzagentur auch rege Gebrauch gemacht werden, um den Wettbewerbsdruck zwischen den Versorgern anzutreiben. Hier steckt nach wie vor ein großes Potential, das noch nicht von genügend Kunden genutzt wird. Nach Angaben der Netzagentur wechseln noch immer weniger als die Hälfte der Verbraucher überhaupt ihren Stromanbieter. Dass es aber noch immer Versorger gibt, die günstige Gas- oder Strompreise anbieten können, beweist ein Vergleich mit dem Stromrechner. Vor einem Wechsel sollten sich Verbraucher aber genau über die Geschäfts- und Vertragsbedingungen informieren. Hier helfen die verschiedenen Optionen, die man bei seriösen Stromrechnern hinzu- oder abschalten kann, um den richtigen Versorger zu finden. Speziell bei den Gastarifen kann ein Wechsel die Gaspreiserhöhung bereits mehr als wettmachen.