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Strompreise steigen auch bei Stromanbieter EWE16.01.2012, 17:50 Uhr
Der Oldenburger Energieversorger EWE hat angekündigt, seine Strompreise zum 1. März 2012 anzuheben. Nicht betroffen von der Strompreiserhöhung sind allerdings Kunden, die einen Festpreistarif abgeschlossen haben. Ebenfalls nicht erhöht werde der monatliche Grundpreis, so der Stromanbieter in seiner Mitteilung. Pro Kilowattstunde steigen die Kosten für die Verbraucher um 0,83 Cent (brutto). Für Kunden in der Grundversorgung bedeutet dies Mehrkosten von rund 33 Euro im Jahr (bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 4.000 Kilowattstunden jährlich). Damit folgt EWE dem Beispiel anderer großer und kleinerer Stromanbieter, die bereits zum Jahreswechsel Tariferhöhungen vorgenommen haben oder diese für die kommenden Monate angekündigt haben.
Strompreise steigen auch wegen neuer Industrieumlage
Die Kunden werden vom Stromanbieter per Post über die höheren Strompreise informiert. EWE beliefert etwa eine Million Verbraucher mit Strom. Zur Begründung nannte das Unternehmen in seiner Pressemitteilung die üblichen Faktoren, die auch bei anderen Energieversorgern herangezogen werden. Speziell schlagen diesmal die gestiegenen Netzentgelte zu Buche. Aber auch die neue Industrieumlage verteuert die Energie in diesem Jahr. Dabei handelt es sich um eine neue Umlage, mit der eine Entlastung großer Industriebetriebe finanziert wird, die besonders viel Strom verbrauchen. Dies soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der stromintensiven Industrie zu erhalten. Allerdings stößt diese Entlastung auch bei der Industrie selbst auf Kritik, denn kleinere und mittlere Gewerbetreibende werden durch die zusätzliche Umlage auf die Strompreise noch stärker belastet, obwohl sie oft besondere Anstrengungen unternommen haben, um ihren Stromverbrauch zu senken. Vor allem aber werden wieder private Haushalte zur Kasse gebeten.
Kunden sollten Stromanbieter häufiger wechseln
Für Stromkunden, die von einer Strompreiserhöhung betroffen sind, gilt wie immer ein Sonderkündigungsrecht. Verbraucherschützer empfehlen, dieses auch auszuüben. Wie die Bundesnetzagentur weisen auch viele andere Energieexperten darauf hin, dass viel zu wenige Kunden von ihrem Wechselrecht Gebrauch machen und daher die Stromanbieter kaum eine Motivation haben, ihre Strompreise günstig zu halten. Mit einem Stromrechner sollte man daher die günstigsten Versorger in der Region ermitteln und gegebenenfalls wechseln. Dies gilt insbesondere für solche Kunden, die noch nie zuvor gewechselt haben und daher die meist teuren Grundversorgungstarife bezahlen.