Stromnachrichten
Höhere Strompreise durch Netzregelverbund der Bundesnetzagentur?
Freitag, 05. März 2010 um 15:47 Uhr
Die Bundesnetzagentur entscheidet demnächst über eine Neuregelung der großen Strom-Übertragungsnetze in Deutschland. Dies könnte sich auf die Strompreise und den Wettbewerb nachteilig auswirken, befürchten Experten
Gutachten befürchtet steigende Strompreise
Ein Gutachten der LBD-Beratungsgesellschaft kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl Wettbewerb als auch Verbraucher durch diesen sogenannten Netzregelverbund belastet werden könnten. Die von der Bundesnetzagentur bevorzugte „kleine Lösung“ habe negative Auswirkungen auf den kurzfristigen Energiehandel. In Auftrag gegeben wurde das Gutachten vom Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne), sowie vom Stromanbieter LichtBlick AG. Sie befürchten, dass den Verbrauchern auf diese Weise höhere Strompreise zugemutet werden.
Stromanbieter favorisieren Zentralen Netzregler
Sowohl LichtBlick als auch bne fordern von der Bundesnetzagentur daher, den Netzregelverbund zugunsten eines „Zentralen Netzreglers“ aufzugeben. Dieses Konzept sieht vor, dass die vier großen Stromanbieter und Übertragungsnetzbetreiber zur Kooperation verpflichtet werden und eine einheitliche Regelzone für Strom geschaffen wird. Auch der Netzbetreiber amprion, der zum Stromanbieter RWE gehört, favorisiert diese Lösung. Strompreise und die Regelung von Angebot und Nachfrage in intelligenten Stromnetzen würden nach dieser Ansicht deutlich vorteilhafter ausfallen als im geplanten Netzregelverbund.
(c) Redaktion Stromsparer.de

