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Streit um Atomausstieg: Merkel hat kein Problem mit Röttgen
Montag, 22. Februar 2010 um 16:16 Uhr
Die Diskussion um den Atomausstieg innerhalb der Regierungskoalition geht weiter. Nachdem Bundeskanzlerin Merkel sich in den vergangenen Tagen kritisch zum Verhalten von Umweltminister Röttgen geäußert hatte, rudert sie nun zurück
Keine Vorfestlegungen bei Atomausstieg
Nach Aussage von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sehe die Kanzlerin keinen Dissens mit Bundesumweltminister Röttgen (beide CDU). Über die Frage der Einhaltung des vereinbarten Vorgehens zum Atomausstieg gebe es eine volle Übereinstimmung, so Wilhelm am Montag. Bereits am Wochenende hatte der Regierungssprecher alle Vorfestlegungen als „verfrüht“ zurückgewiesen und fügte hinzu, dass auch der Bundesumweltminister keine solche Vorwegfestlegungen getroffen habe.
Atomausstieg bis 2020 möglich?
Röttgen hatte in der Regierungskoalition für Aufregung gesorgt, weil er die Meinung vertritt, die Atomenergie könne bereits im Jahr 2030 vollständig von den erneuerbaren Energien ersetzt werden. Das Umweltbundesamt hält sogar einen Atomausstieg in den kommenden zehn Jahren für realistisch. Gemäß der Atomausstiegspläne von Rot-Grün sollten die letzten Atomkraftwerke 2022 vom Netz gehen. Die schwarz-gelbe Koalition hat den Stromanbietern und Betreibern allerdings eine Laufzeitverlängerung in Aussicht gestellt.
Siehe auch: Kritik an Röttgen
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