Stromnachrichten
Hohe Strompreise: Arme Bundesländer stärker belastet
Donnerstag, 11. März 2010 um 15:52 Uhr
Die Kaufkraft der Deutschen sinkt aufgrund der Wirtschaftskrise immer stärker. Nach einer Studie von GfK GeoMarketing leiden die Bundesländer mit schwächster Kaufkraft am meisten unter der Erhöhung der Strompreise
Strompreise im Osten höher
Die Tochter des Marktforschungsunternehmens GfK SE Nürnberg kommt in der Studie zu dem Ergebnis, dass hohe Energie- und Strompreise die Haushalte in Deutschland überdurchschnittlich belasten. Dabei fällt auf, das besonders in den ärmeren Bundesländern die Energie- und Strompreise höher sind als andernorts. So zahlt ein Zwei-Personen-Haushalt in Sachsen durchschnittlich 1425 Euro pro Jahr für Strom und Gas. Thrüringen und Sachsen-Anhalt folgen mit 1408 und 1394 Euro. Im Westen nimmt das Saarland eine entsprechende Position ein (1356 Euro). Lediglich Bremen und Berlin weisen trotz geringer Kaufkraft relativ günstige Strompreise auf.
Gas- und Stromanbieter wechseln
Umgekehrt sind die Energie- und Strompreise in den Bundesländern mit höherer Kaufkraft vergleichsweise niedrig. Zwei-Personen-Haushalte in Bayern kommen mit 1312 Euro davon; in Baden-Württemberg sind es 1326 Euro. Durchschnittlich liegt der Aufwand für Gas und Strom in den Ländern mit hoher Kaufkraft bei 1319 Euro jährlich. Verbraucherschützer und Politik empfehlen den Gas- und Stromkunden, die hohen Energie- und Strompreise nicht hinzunehmen und durch den Wechsel der Gas- und Stromanbieter ihre Marktmacht auszuüben. Der Strompreisvergleich im Internet kann schnell und unabhängig den günstigsten Stromanbieter ermitteln. Gleiches gilt für Gasanbieter. Insgesamt können Haushalte auf diese Weise je nach Verbrauch bis zu 300 Euro jährlich einsparen.
(c) Redaktion Stromsparer.de

