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Atommüll: Grüne wollen Stromanbieter wegen Asse zur Kasse bitten
Atommüll: Grüne wollen Stromanbieter wegen Asse zur Kasse bitten17.05.2010, 18:06 Uhr
Nach dem Willen der Grünen sollen die deutschen Stromanbieter für die Sanierung des maroden Salzbergwerks Asse zahlen, da von ihnen der meiste Atommüll stammtStromanbieter sollen Sanierung zahlenBereits im Januar hatten die Grünen gefordert, dass der Löwenanteil der Sanierungskosten vom Stromanbieter EnBW getragen werden solle. Nun wurde diese Forderung am Freitag erneuert und um die Stromanbieter E.ON, RWE und Vattenfall erweitert. Sie alle betreiben Atomkraftwerke und produzieren entsprechende radioaktive Abfälle. Nach Angaben der Grünen beträgt der Anteil der Stromanbieter an dem in Asse gelagerten Atommüll mindestens 86 Prozent. Daher sollten diese Konzerne einen entsprechenden Anteil an den geschätzten 3,7 Milliarden Euro Sanierungskosten übernehmen. Andernfalls müsse der Steuerzahler diese Last komplett tragen, so die Grünen.
Stromanbieter haben von Asse profitiert
Weiterhin bestreiten die Grünen die offizielle Sicht der Dinge, nach der im Lager Asse von 1967 bis 1978 nur schwach- und mittelstark strahlende Abfälle aus Forschungseinrichtungen eingelagert wurden. Die Stromanbieter hätten Asse vielmehr über Jahre hinweg als notwendigen Entsorgungsnachweis verwendet, ohne den es zahlreiche Genehmigungen für Atomkraftwerke nicht gegeben hätte. Explizit genannt wurden die Reaktoren in Grundremmingen und Krümmel. Auch der Bundesrechnungshof habe bereits 1992 eine Kostenbeteiligung der betreibenden Stromanbieter gefordert.
Siehe auch: Stromanbieter EnBW soll zahlen
